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Was ist Humus, wie und auf welche Weise wirkt derselbe als ernährendes Mittel für die Pflanzen? / Von Franz Körte, Königl. Professor und Lehrer der Chemie und Naturwissenschaften an dem landwirtschafltichen Institute zu Mögelin
Entstehung
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Keine der ſo mannigfaltigen und wichtigen Ent⸗ deckungen in der Naturwiſſenſchaft, welche unſer ſo thatenreiches Zeitalter aufzuweiſen hat, kann fuͤr das wirkliche Leben, wie fuͤr die ewige Wiſſenſchaft, einen ſo wahrhaften und uͤber alle Staaten und Einwohner ſich verbreitenden Nutzen gewaͤhren, als die gemachten Ent⸗ deckungen uͤber den Humus(Pflanzenerde, Dammerde).

Lange war es ein Problem, was eigentlich die vor⸗ zuͤglichſte Nahrung der Pflanzen ſey, und die Behauptun⸗ gen und Verſuche eines van Helmont, Tillet, Hales, Bonnet, Duhamel ꝛc. ꝛc. waren entweder bloßes Raiſon⸗ nement, oder durch falſche und einſeitig gemachte Ver⸗ ſuche aufgefundene Reſultate.

Gewiß lag die Urſache von der ſonderbaren und ein ſeitigen Meinung dieſer ſonſt ſo achtbaren Phyſiker in der Unkunde mit den Gasarten, deren Entdeckung auch hier, wie zu ſo vielen andern Gegenſtaͤnden der Phyſik, uns auf eine richtigere Bahn geleitet hat.

Aber zu dieſer Unkunde geſellte ſich auch noch die wenige Genauigkeit, hinſichtlich der Begriffe und der fuͤr ſolche gewaͤhlten Worte; ſo war die Benennung Damm erde, Pflanzenerde ohne allen Zweifel die Urſache, warum mit dieſen Worten ſich unwillkuͤhrlich der Begriff von mineraliſchen Erden verband, die Eigenſchaften dieſer auf jene übergetragen wurden und ſo Anlaß zu einer unab⸗ ehhegen Menge von Zweideutigkeiten in der Theorie und

Praxis des Ackerbaues und der Pflanzenphyſiologie gaben.

Sauſſuͤre ſcheint zuerſt die Wichtigkeit des Humus A 2