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Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle : ein vollständiges, alles umfassendes praktisches Handbuch für Guts- und Schäferey-Besitzer, Beamte, und Schäfer / von Bernhard Petri
Entstehung
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466 ob Jahre lang aufbewahrt, ſie ihre Wirkſamkeik bey⸗ behalte. §. 617. Milchknoten, Euterverhärtungen, Spinne. Manche Schafe bekommen nach dem Abſpänen

der Lämmer Euterverhärtungen, beſonders wenn ſie

auf ein Mahl und nicht nach und nach abgeſpänt wer⸗ den. Der Zufluß der Milch iſt noch zu ſtark und erzeugt Säure. Auch durch Unreinigkeit des Schafſtalles und einer harten Lagerſtätte in den Horden, ſo wie haupt⸗ ſächlich durch das heftige Stoßen der Lämmer bey dem Säugen wird dieſes Übel verurſacht, und kann daher durch ein reinliches Lager oft vorgebeugt werden.

Im erſtern Fall iſt leicht dadurch vorzubeugen, daß der Schäfer nach dem Abſpänen der Lämmer die Euter der vorzüglich milchreichen Mütter öfters unter⸗ ſucht, und ſolche, im Falle die Milch ſich zu ſehr an⸗ häuft gelinde ausmelkt oder durch die ſchwächſten Läm⸗ mer ausſaugen läßt. Iſt eine Säure vorhanden, ſo wird ein Einguß von Kalch⸗ oder Kreidenwaſſer gute Dienſte leiſten. Bey einer ſchon vorhandenen Geſchwulſt, muß man daß Euter täglich zwey bis drey Mahl, mit einer Kampferſalbe, oder mit der gewöhnlichen flüchtigen Sal⸗ be um ſelbe zu zertheilen, einreiben; hat ſich aber ſchon Eiter erzeugt, ſo muß der Ort, wo ſelber befindlich, zu⸗ erſt mit dem Finger genau ſondirt und dann mit einem ſcharfen Meſſer aufgeſchnitten und davon gereiniget wer⸗ den, worauf die Wunde mit einer Miſchung von Ter⸗ pentin und Eygelb zu gleichen Theilen vermiſcht, oder

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