22 Dritter Abſchn. Von Gebaͤuden, welche nur eine einfache
den; ſo iſt es ſehr bequem, wenn uͤber jede Futtertenne eine Oeffnung in der Decke angebracht iſt, um die Streu ec. ſogleich herunter werfen zu koͤnnen.
Da die Schweineſtaͤlle nach voriger Angabe nur niedrige Gebaͤude ſind, und wenn geſtreckte Windeldecken gewaͤhlt werden, ihre Hoͤhe von 8 Fuß ſogar mit Inbe— griff des Balkens angenommen werden kann; ſo eignet ſich, wie ſchon vorher gedacht, ein Theil des Bodenraums auch ſehr gut fuͤr die Huͤnerſtalle, welche daſelbſt einen war⸗ men Platz finden.
Die Luft in einem Schweineſtalle muß immer kuͤhl ſeyn, und die Schweine nie⸗ mahls im Schweiß kommen, weil ſonſt, wenn ſie ploͤtzlich friſche Luft erhalten, es ih— nen ſo nachtheilig als vielen andern Thieren iſt. Jedoch darf auch eben ſo wenig Kaͤlte oder eine empfindliche Zugluft die Schweine treffen, weshalb die Luftzuͤge(ſo wie ſchon vorher bei den Schafſtaͤllen geſagt worden) ſo nabe als moͤglich an der Decke in den Umfaſſungswaͤnden anzulegen ſind. So gedeihlich es fuͤr die Schweine iſt, wenn ihnen ihre Staͤlle eine angemeſſene Waͤrme gewaͤhren, eben ſo nachtheilig iſt es, die Staͤlle durch Verſtopfung oder Verſchließung der Luftzuͤge, zu warm zu halten.
Anm. Herr von Eckardt fuͤhrt in ſeiner Exyperimental⸗Oekonomie folgendes Beiſpiel an: „In einem Maſtſtalle, worin zuſammen 60 Schweine lagen, waren 2 Luftloͤcher in den „Umfaſſungsmauern, jedes 14 Zoll ins Gevierte befindlich, von dem Brennerknechte aber „einſtmahls im Winter das eine ganz, das andere zur Halfte mit Stroh, aus guter Mei⸗ „nung verſtopft worden. Ungefaͤhr eine Stunde hernach war ſchon eine ſo große Hitze im „Stalle entſtanden, daß, als man zufaͤllig den Stall oͤffnete, die Schweine kaum noch athmen „konnten, durch einander taumelten und der Schweiß ihnen wie Waſſer vom Leibe lief.
Damit aber die in den Umfaſſungswaͤnden angelegten Luftzuͤge auch mit einander korreſpondiren, und die beabſichtigte Wirkung leiſten koͤnnen; ſo muͤſſen die innern
Waͤnde, zur Abtheilung der verſchiedenen Staͤlle im Gebaͤude nicht bis zur Decke hin⸗
auf reichen. Die Abtheilungswaͤnde zu den Saukothen werden daher gewoͤhnlich nur 5 bis 6 Fuß hoch gemacht. In den hiernaͤchſt folgenden Beiſpielen wird hieruͤber noch mehreres geſagt werden.
Gewoͤhnlich werden die Luftzuͤge nur als Kreuzloͤcher geſtaltet. Da aber durch ſelbige Schnee und Regen in den Stall treiben kann, ſo iſt es auch hier beſſer, ſolche durch theilweiſe Weglaſſung des Balkenſtirn⸗Brettes zu verſchaffen. Es muͤſſen aber einestheils deren nie zu wenig gemacht, anderntheils auch, damit alsdann die Kaͤlte im Winter nicht zu ſtark eindringe, innerhalb Klappthuͤren vor ſelbige angebracht werden.
Da bekanntlich auch das Tageslicht zur Reinigung der Luft vieles beitraͤgt; ſo wird es zur Geſundheit der Schweine gereichen, wenn in den Staͤllen einige Fenſter
an


