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Einige
welche Balkendecken und Bodenraum erf., als Schaſſtaͤlle c. 265
Einige wollen, daß der unbedeckte Theil des Hofes gepflaſtert und mit Abzugs⸗ rinnen verſehen werde. Auf dem Hofe muͤſſen zwar ein Brunnen und die noͤthigen Traͤnkekrippen angelegt, folglich auch eine Abflußrinne ausgepflaſtert werden; wenn aber der Miſt auf dem Hofe ſich anhaͤuft, ſo wird er durch den auf ihn fallenden Re⸗ gen dennoch auf dem Pfuaſter einen Moraſt verurſachen: daher ſind andere Oekono⸗ men der Meinung, daß die Pflaſterung des ganzen Hofes, außer der Abflußrinne fuͤr den Brunnen und fuͤr die Traͤnkekrippen, nicht noͤthig, dagegen aber erforderlich ſei, den Hof nebſt ſaͤmmtlichen Staͤllen oft und binlaͤnglich mit Stroh zu beſtreuen, um dadurch den Urin der Schafe, als den beſten Theil des Duͤngers, beſſer zu conſervi⸗ ren. Wenn aber, wie Herr Riem verlangt, der Hordenſtall Tag fuͤr Tag ausge⸗ kehrt, und der Miſt in eine Grube gebracht werden ſoll; ſo duͤrfte wiederum ein Pfla⸗ ſter beſſer ſeyn, um nicht nach und nach den Hof zu ſehr zu erniedrigen.
Was den Umfang oder die Groͤße einer ſolchen Anlage betrifft, ſo wird in dem Taſchenbuche fuͤr Gutsbeſitzer von Brieger(Breslau bei Korn 1797) ein Maaßſtab angegeben, nach welchem fuͤr 300 Stuͤck Schafe ein Raum von 135 Fuß Laͤnge und 50 Fuß Breite erforderlich iſt. In dieſem Raume ſoll der geſchloſſene Stall die Breite des Platzes von 50 Fuß zur Laͤnge und 15 Fuß zur Diefe erhalten. Von dem uͤbrig bleibenden Theile des Platzes ſoll die Haͤlfte mit halb offenen Schuppen be⸗ ſetzt werden, und die andere Haͤlfte zum Hofe verbleiben.
Am Schluſſe des Aufſatzes wird indeß bemerkt:„die Herde ſei groß oder klein, „ſo muß der ganz geſchloſſene Stall immer ſo groß gebauet werden, daß die ganze Her⸗ „de darin Raum habe, denn unſere einſchuͤrigen Schafe moͤchten ſchwerlich ſich je an „die ſtrenge Winterkaͤlte gewoͤhnen.“ Dieſer Meinung glaube ich auch ganz beitreten zu muͤſſen, und es iſt hiernach auch die, in Fig. 138 vorgeſtellte Anlage entworfen worden. Was iſt aber dann der Vortheil der halb offenen Staͤlle, da die Schafe in einem gewoͤhnlichen, ganz freien Hofe eben ſo gut die Luft genießen, und bei Regen und kaltem Wetter in dem nahe gelegenen, gewoͤhnlichen Schafſtalle Schutz finden koͤnnen?
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