Teil eines Werkes 
3,1 (1811) Anweisung zur landwirthschaftlichen Baukunst : mit illuminirten Kupfern ; Theil 1, Abth. 1
Entstehung
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234 Zweiter Abſchn. Von Anlage u. Conſtruct. ſolcher Gebaͤude,

Durchſchnitt von vorne. Der Haupt- und Mittelſtaͤnder iſt von a bis b Fig. B vier⸗ eckig, und von b bis oben hinauf rund. Auf den feſten Stand dieſes Mittelſtaͤnders iſt alle Sorgfalt zu richten. Es iſt derſelbe unten bei a mit einem ſtarken Zapfen aus gegoſſenem Eiſen auf einem ſtarken, ſandſteinernen Unterlagerin eine gegoſſene, ei ſerne Pfanne, und bei b mit zwei ſtarken Erdankern, welche durch Querriegel vv Fig. B. mit einander verbunden ſind, feſtgeſtellt, und die Erdanker ſind landwaͤrts mit Pfaͤhlen und Streben 22 Fig. B befeſtigt. Um dieſen Stand des Hauptſtaͤnders in der Erde iſt ein Kaſten von Halbholz co Fig. A, und vW x yy in Fig. B ausge⸗ ſchalt, und vor demſelben laͤngs dem Waſſer erſtreckt ſich eine gewoͤhnliche Bollwerks⸗ ſchaͤlung Fig. B.

Auf dem Mittelſtaͤnder ruht die ganze Laſt des Gebaͤudes und zwar oben auf ei nem gegoſſenen, eiſernen Zapfen, welcher in einer, unter dem Ausleger befindlichen Pfanne laͤuft. An dem Ausleger iſt das aus dreizoͤlligen Bohlen beſtehende Gehaͤuſe vermittelſt einer ſtarken, uͤber den Ausleger hinweg gehenden, eiſernen Schiene i Fig. B, und mit Bolzen befeſtigt. Innerhalb wird dies Gehaͤuſe durch die hoͤlzernen Zar gen gg Fig. B und O gebildet, welche Zargen ſo, wie der Grundriß A zeigt, geſtaltet ſind, und den Mittelſtiel umfaſſen.

Der Ausleger beſteht aus zwei auf einander gebolzten ſtarken Hoͤlzern; naͤhmlich unter dem eigentlichen Ausleger h befindet ſich ein ſo genanntes Joch f, welches noch von den Conſolen kk unterſtuͤtzt iſt. Der Ausleger h iſt hinterwaͤrts mit zwei ſtarken eiſernen Schienen q an dem Gehaͤuſe geankert.

Der Ausleger nebſt dem, uͤber ihn laufenden Tau iſt mit einem leichten Bretter⸗ dache bedeckt. Auf der hintern Seite des Gehaͤuſes d in Fig. A und B iſt eine Thuͤre, um nach der innern Maſchine zu kommen, und alles iſt außerhalb mit guter Oehlfarbe angeſtrichen. Um die Maſchine und deren Mittelſtaͤnder herum iſt auf der Erde ein Fußboden gelegt, uͤber welchen der Koͤrper der Maſchine ungefaͤhr 6 Zoll hoch hin⸗ wegſtreicht..

Auf dem, in dem viereckigen Koͤrper befindlichen Fußboden ſteht nun die, aus ge

goſſenem, eiſernem Raͤderwerk beſtehende Maſchine, und zwar geht durch den ganzen Koͤrper hindurch eine ſtarke eiſerne, geſchmiedete Welle ée Fig. C, an deren Enden die beiden Kurbeln, und innerhalb des Gehaͤuſes das kleine Getriebe n ſtecken. Die⸗ ſes kleine Getriebe greift in ein großes Stirnrad m Fig. B und O, an deſſen Welle ei⸗ ne aus eiſernen Staͤben(ſiehe Fig. C) beſtehende ſo genannte Trommel o Fig. B ſich befindet, auf welche das Tau ſich aufwickelt. Von dem Verhaͤltniſſe der Groͤße der Trommel, der beiden Raͤder, und der Kurbeln, eines gegen das andere, haͤngt es nach