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Außer dieſem Raume, den das Getreide ſelbſt bedarf, muß noch auf die noͤthigen Gaͤnge und auf die vorgedachten Umſchippeplaͤtze gerechnet werden. Z. B. Erſtlich muß ein, 2 bis 3 Fuß breiter Gang laͤngs den Fronten ſtatt finden, um zu den Luken und Fenſtern gelangen zu koͤnnen. Zweitens: Je nachdem das Gebaͤude lang iſt, muͤſſen ein, zwei, auch mehrere Gaͤnge quer durch die Tiefe, und wenn das Gebaͤude mehr als 40 Fuß tief iſt, wenigſtens auch ein Gang nach der Laͤnge, von 3 bis 4 Fuß breit, vorhanden ſeyn, um ſo wohl das Getreide nach ſeinen Arten und Qualitaͤten abſondern, als auch mit dem vorerwaͤhnten Rollwagen uͤberall hinkommen zu koͤnnen.
Anm. In dem gedachten hieſigen Magazin von 290 Fuß Laͤnge und 103 Fuß Tiefe fand ich nur einen Gang nach der Tiefe in der Mitte, und einen ſolchen nach der Laͤnge von 6 bis 7 Fuß breit. Der Gang laängs den Fronten war 5 bis 6 Fuß, und auf jedem Boden war ein um⸗ ſchippeplatz von 10 bis 12 Fuß breit.
Um das, was dieſe Breite der Gaͤnge von dem ganzen Bodenraum ſich zueignet, bei Berechnung der zu beſchuͤttenden Grundflaͤche zu erhalten, muß auch noch die Doſ⸗ ſirung der Getreidehaufen beruͤckſichtigt werden. Liegt naͤhmlich die Schuͤttung 1 Fuß 10 Zoll hoch, ſo muß die Doſſirung auch eben ſo breit angenommen werden, welche Breite dann bei den Mittelgaͤngen ganz, bei den Gaͤngen laͤngs den Fronten aber nur zur Haͤlfte von dem zu beſchuͤttenden Raume in Abrechnung zu ſtellen iſt. Da indeß die Anordnung der Aufſchuͤttung des Getreides, nicht des Baumeiſters, ſondern des Magaziniers Sache iſt, und von letzterm auch eine andere Eintheilung fuͤr gut befun⸗ den werden koͤnnte, ſo iſt es am gerathenſten, fuͤr jeden Scheffel Getreide mit Inbe⸗ griff der Gaͤnge und Umſchippeplaͤtze 1z Quadratfuß anzunehmen.
Sollte aber die Schuͤttung weniger, als 1 Fuß hoch gemacht werden, ſo wuͤrde nach der Meinung mehrerer erfahrener Baumeiſter und Oekonomen, fuͤr jeden Schef. fel etwa 2 Quadratfuß an Bodenraum, mit Inbegriff aller etwanigen Gaͤnge ꝛc., ge⸗ rechnet werden muͤſſen, welches dann aber auch in jedem Falle hinlaͤnglich iſt.
Anm. Mirr iſt indeß bekannt, daß in Magazinen zuweilen das Getreide auch 4 und mehrere Fuß hoch, ja ſogar nur an einzelnen Stellen des Bodens aufgeworfen wird, waͤhrend andere, dane⸗ ben befindliche Stellen unbeſchuͤttet ſind. Da auf ſolche Art der Raum nicht regelmaͤßig benutzt, und zugleich die Laſt auf einzelne Punkte um mehr als das doppelte vergroͤßert wird; ſo muͤßte der Baumeiſter entweder auf ſolche unregelmaͤßige Schuͤttung mit Verſchwendung des Raums und der Baukoſten bei der Anlage gerechnet haben, oder man muß es ihm nicht anrechnen, wenn in dieſem Falle das Gebaͤude ſehr leidet, und vielleicht Schaden nimmt. Gegentheils kann, bei einer regelmaͤßigen Beſchuͤttung der Boͤden, ein Magazin⸗Gebaͤude bis zu 3 Etagen hoch er⸗ bauet werden.
Wenn in der erſten Etage ein Mehllager in Tonnen ſtatt finden ſoll, ſo iſt zur Berechnung der Quantitaͤt Mehl, welche darin Platz finden kann, folgendes zu wiſſen


