Von den Feldſtein⸗Arbeiten. 11
d baͤude mit gebrannten Mauerſteinen aufzufuͤhren, iſt ſchon im erſten Theile chen Seite 280 erwaͤhnt worden. Es geſchieht dieß in hieſiger Gegend auf dem
l 9. 2 2 Nagene Lande faſt uͤberall, weil man es immer noch zu muͤhſam findet, ſolches aus keuh, Feldſteinen zu bewirken, ungeachtet ſelbſt Woͤlbungen, z. B. uͤber Fenſtern 1, gls und Thuͤren ꝛc. mit ſchieferfoͤrmigen Feldſteinen ſehr gut ausgefuͤhrt werden i nict koͤnnen*). Nimmt man aber, wie die Erfahrung lehrt, an, daß der Ver⸗ tzuͤglich band zwiſchen Mauerſteinen und Feldſteinen nicht ſo gut, als aus einerlei der L Material bewirkt werden kann; ſo ergiebt ſich, daß zwar die Einfaſſungen n die, und Woͤlbungen der Thuͤren und Fenſter mit Mauerſteinen, theils wegen tein⸗ der vielen Ecken und Winkel, theils weil ſelbige innerhalb der uͤbrigen Bei Mauer gewiſſermaßen eingeſchloſſen liegen, noch wohl geſtattet werden koͤn⸗ iſſen nen, daß aber die Eckpfeiler durchaus nicht anders, als wie die uͤbrige Mauer die und Plinte, naͤhmlich von Feldſteinen ausgefuͤhrt werden ſollten. Eine naͤhere durch Erfahrung hierin fordert mich auf, meine, im erſten Theile am gedachten Orte ver⸗ gegebene, und auf die damahlige allgemeine, nur auf dem Lande gemachte Er⸗ vegen fahrung gegruͤndete Aeußerung hiernach abzuaͤndern. . weil*) Wenn im Rothenburgiſchen und Magdeburgiſchen die Fenſterboͤgen, ſelbſt mit, theils run⸗ n die den, theils ſehr unfoͤrmigen Eiſenſchlacken, welche indeſſen auf einer dichten Unterſchalung 7 mit Gips vergoſſen werden, zu machen ſind; ſo kann eine ſolche Ueberwoͤlbung, aus gettau Schiefern von Feldſteinen mit Kalk vermauert, um ſo weniger Bedenken haben, wenn tern: nur die Unterſchalung etwas laͤnger als bei Mauerſteinen, naͤhmlich bis zur voͤlligen Er⸗ haͤrtung des Kalks unter den Boͤgen gelaſſen wird. In den genannten Gegenden werden als auch aus Brocken und Abgaͤngen der Sandſteinbruͤche, welche dort Mauerſteine genannt band werden, ganze Gebaͤude mit Kalk vermauert, aufgefuͤhrt. Der Ober⸗Hofbaurath, Herr Moſer, hat auch unter andern das eine, Chauſſee⸗Haus nahe bei dem in hieſiger Gegend liegenden Dorfe Blumen⸗ hnell berg dadurch mit einem aͤußerſt ſchoͤnen Anſehen erbaut, daß derſelbe un— auch ter den vorhandenen weißen, ſchwarzen, blauen und rothen Feldſteinen wenn eine Auswahl traf, und damit einzelne ganze Partheien der Front-Mauer Fel⸗ von gleichen Farben auffuͤhrte. Fal Da, wo irgend nur geſprengte Feldſteine zu haben ſind, ſollten an allen bor⸗ Gebaͤuden wenigſtens die Plinten von denſelben aufgefuͤhrt werden, weil ſie ffen, ohne Putz verbleiben koͤnnen und von der Witterung unzerſtoͤrbar ſind. die—§. 7. Von der noͤ⸗ a Gegen das Auffuͤhren der Wohngebaͤude ganz von Feldſteinen wendet higen in⸗ man mit Recht ein, daß ſie innerhalb ſehr feucht oder naß, folglich der glendußig der Ge⸗ menſchlichen Geſundheit nachtheilig ſind, auch zum Verſtocken der Bauhoͤlzer mauern.
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