8 Von den Feldſtein⸗Arbeiten.
lege und abnutze, ſo muß die Anſchaͤrfung mehr ſtolz oder kurz, als flach ſeyn. Ferner muß die Anſchaͤrfung(wie aus Fig. 11 A zu erſehen) etwas breiter, als der Stiel ſeyn, damit derſelbe leicht heraus und hereinbewegt werden kann. Wegen des noͤthigen Schaͤrfens muß ein Arbeiter wenigſtens ſechs ſol⸗ cher Bohreiſen haben.
2) Ein eiſerner Ladeſtock Fig. 12, welcher aber nicht ganz ſo ſtark, auch nicht ſo lang als der Bohr ſeyn darf. 3) Eine kupferne Zuͤndnadel Fig. 13, einige Zoll laͤnger als der Bohr und ungefaͤhr zwei Linien ſtark, auch unten zugeſpitzt. Unterhalb am Ladeſtock muß ſich eine kleine Rinne befinden, in welche die Zuͤndnadel beim Laden eingelegt wird. Endlich 4) ein etwas ſtarker, eiſerner Hammer.
Das Bohren und Sprengen wird nun folgender Maßen verrichtet. Der Bohr wird, wie aus Fig. 14 zu erſehen, ſenkrecht auf den Stein geſetzt und bei jedem Schlage des Hammers auf derſelben Seite etwas umgedreht. Da⸗ mit aber die Arbeit erleichtert, und der Bohr nicht erhitzt werde, iſt es noth⸗ wendig, die Stelle des Steins, wo das Loch gearbeitet wird, zum oͤftern mit Waſſer zu benetzen, welches zur Erleichterung der Muͤhe vermittelſt eines, in einem Waſſerfaſſe befindlichen, ganz feinen Ausguſſes(Fig. 14), oder auch mit einem, um das Loch gelegten, naſſen Lappen geſchehen kann. Iſt nun das Loch der Groͤße und Feſtigkeit des Steins gemaͤß, tief genug gebohrt(wel⸗ ches ſich nicht im allgemeinen beſtimmen laͤßt, indem weichere Steine weniger tief als haͤrtere gebohrt werden duͤrfen); ſo wird zum Laden ſelbſt geſchritten, wobei aber alle nur moͤgliche Vorſicht zu beobachten iſt, indem durch Unvor⸗ ſichtigkeit die Arbeiter ſich in Leibes⸗ und Lebensgefahr ſetzen.
Es wird naͤhmlich, nachdem das Loch gehoͤrig ausgetrocknet worden, eine Quantitat Pulver(welche bei harten Steinen ungefaͤhr ½, und bei weichen Steinen nur ¼ der Tiefe des gebohrten Loches ausfuͤllt) hineingeſchuͤttet, die Zuͤndnadel(welche, damit von dem Pfropfen nicht das Zuͤndloch verfuͤllt werde, allenfalls mit einem Rohrhalm uͤberzogen werden kann) wird etwas in das Pulver geſteckt, und dann wird, vermittelſt des Ladeſtocks und des Hammers ein, aus klein geſchlagenen Ziegelſtuͤcken und broͤcklichtem Lehm beſtehender Pfropfen feſt aufgeſetzt, wobei die Zuͤndnadel in der im Ladeſtock befindlichen Rinne liegt, wie aus Fig. 15 zu erſehen. Iſt dieß geſchehen, ſo wird der Ladeſtock und die Zuͤndnadel herausgezogen, der Rohrhalm aber bleibt ſtecken, und es wird ſolcher mit dem Steine oben gerade abgeſchnitten. Das Rohr wird nun ganz mit Pulver gefuͤllt, ſo daß noch etwas davon auf den Stein
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