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auf ausgemauerten Brunnen. 3
Anwendung finden, und zu der, vom Herrn Jexierski aus Warſchau, im Hamburger Correſpondenten 1799 No. 6 bekannt gemachten, wohlfeilen Einſchraubung der Pfaͤhle, welche auch Herr Buſchendorf, in der Leipziger Anzeige von der Michaelis⸗ Meſſe 1798, ſo wie im Journal fuͤr Fabrik ꝛc. Juli 1803 angeprieſen hat, wird ſchwerlich je ein Baumeiſter rathen.
§. 2.
Die Conſtruction und Senkung der Brunnen, welche als Grundpfeiler die Stelle des Fundaments vertreten, iſt aus den Figuren 1 bis 10 zu er⸗ ſehen. Fig. 1 aa iſt ein Kranz, welcher aus doppelten 1zoͤlligen Brettern mit eiſernen Naͤgeln in der Art zuſammen genagelt wird, daß die Koͤpfe der⸗ ſelben, wie aus der Zeichnung erſichtlich iſt, abwechſeln.
Wenn das weiche Erdreich 6 bis 7 Fuß an der beſtimmten Stelle des Brunnens ausgehoben iſt; ſo wird gedachter Kranz horizontal gelegt, und mit dem Mauern des Brunnens von gewoͤhnlichen, beſſer aber von keilfoͤrmig geſtrichenen Steinen und Kalkmoͤrtel der Anfang gemacht, wie die ate Figur bei bb zeigt. Iſt der Brunnen 5 bis 6 Fuß hoch aufgefuͤhret, und man will zum Senken deſſelben ſchreiten; ſo wird das Mauerwerk nach Fig. 3 mit duͤnnen Brettern c und einem Taue d geſchient(wie ſolches auch im Grund⸗ riſſe in der 4Aten Figur zu bemerken iſt), um beim Senken, wenn ſolches, wie es oͤfter der Fall iſt, nicht in ganz vertikaler Richtung von Statten geht, das Verſchieben und Auseinanderdraͤngen der Steine zu vermeiden. Nunmehr wird das Waſſer, welches ſich im Brunnen geſammelt hatte, ausgeſchoͤpft und mit dem Senken der Anfang gemacht. Das unter dem Kranze vorhandene Erdreich wird, nach Erforderniß, mit einer Hacke oder mit einem Stoßeiſen, wie die Brunnenmacher gebrauchen, losgeſtoßen, oder mit einem Spaten in⸗ nerhalb des Umkreiſes des Kranzes 1 bis 1½ Fuß tief ausgegraben, und der Brunnen ſinkt, ſobald ihm dieſe Unterſtuͤtzung genommen, bis auf den annoch beſtehenden Boden hinab. Auf dieſe Art faͤhrt man mit dem Senken ſo lange fort, bis der Kranz den feſten Boden erreicht hat. Hierbei iſt aber zu bemerken, daß, wenn der geſchiente obere Theil ſo weit hinunter gekommen iſt, daß er vom Erdreich umſchloſſen wird, die Schienen abgenommen und wieder um den hoͤher aufgemauerten Theil des Brunnens angelegt werden.
Wenn der Brunnen den feſten Boden erreicht hat; ſo wird ein, auf zwei Latten genagelter, runder Boden von 1†zoͤlligen Brettern Fig. 1 und 4 in denſelben hinuntergelaſſen, und mit einigen großen Steinen beſchweret, damit ihn das Waſſer nicht wieder in die Hoͤhe heben kann, und dann werden einige Karren feiner Kalk und Mauerſchutt darauf geworfen. Dieſer feine Schutt
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Conſtruction der geſenk⸗ ten Brunnen.


