Teil eines Werkes 
2 (1798) Handbuch der Land-Bau-Kunst, vorzüglich in Rücksicht auf die Construction der Wohn- und Wirthschafts-Gebäude für angehende Cameral-Baumeister und Oeconomen. 2
Entstehung
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Von den Bal⸗

18 Erſter Abſchnitt.

§. 7.

Bey ſchiefwinklichten Gebaͤuden gilt von den Balkenlagen, in Abſicht des Auf⸗ und des Nebenliegens derſelben gegen die Waͤnde, Treppen und Schornſteinroͤhren alles vorhergehende; nur iſt zu bemerken, daß dahin geſehen werden muß, daß bey aufrecht gehenden Giebeln diejenigen Balken welche we⸗ gen der ſchraͤgen oder ſchmiegigten Lage der Giebel nicht auf beiden Front⸗ waͤnden liegen koͤnnen, ſondern nur mit einem Ende auf einer Frontwand ruhen, mit dem andern Ende bei maſſiven Giebelmauern auf Mauer⸗ latten, oder bey hoͤlzernen Gebaͤuden auf das Rahmſtuͤck aufgekaͤmmet und nicht mit einem bloßen Zapfen in die Giebelbalken eingeſteckt wer⸗ den; da nun zwar bey der Dachbalkenlage dennoch auf dem Giebel ein Balken liegen muß, ſo wird derſelbe wiederum auf die bereits auf dem Gie⸗ bel ruhenden Balken gleich einer Schwelle aufgekaͤmmt, wie ſolches ſchon bei Fig. 7 gezeigt worden.

Anm. Nach den Regeln der Zimmermannskunſt ſollten die Balken jederzeit windelrecht mit den Fronten gelegt werden.

In Abſicht der Dachbalkenlagen bei ſchiefwinklichten Gebaͤuden mit ganzen Walmen und Wiederkehren wovon die 15te Figur A, B, C und D Bey⸗ ſpiele ſind, iſt folgendes zu bemerken.

Außer den Grad⸗ und Kehlſtichbalken muͤſſen die ganzen und die Stich⸗ balken jedesmahl winkelrecht auf den Außenwaͤnden liegen, weil alle Sparren in dieſer Richtung nach dem Forſt⸗ oder nach den Gradſparren zulaufen, und da⸗ her die Zapfenloͤcher der Sparren nach der Laͤnge des Holzes in die Balken gearbeitet werden muͤſſen.

Anm. Es giebt jedoch bei Gebaͤuden mit vielen kleinen ein⸗ und ausſpringenden Winkeln und Ecken, Ausnahmen von dieſer Regel, wie in der Folge bei den Daͤchern ſelbſt, vor⸗ kommen wird

Wenn auch die Balken nicht winkelrecht auf den Außenwaͤnden liegen, ſo muͤſſen doch die gewoͤhnlichen und auch die Schiftſparren in vorgedachter Richtung heraufgehen, und mithin die Zapfenloͤcher ſchraͤg in die Balken, wie in Fig. 15 B bey ab und o eingeſtaͤmmet werden, welches jedoch nur bei kurzen Sparren angehet, wo die ſchraͤge Richtung des Zapfenloches auf den Balken fuͤr dieſe noch Feſtigkeit genug verſtattet; bei laͤngern oder wohl gar bei ganzen Sparren, wuͤrde ſolches aber etwas unſicher ſeyn. Daß es auch zugleich nothwendig iſt, die Sparren und Schiftſparren winkelrecht gegen die Fronten zu legen, iſt ſchon daraus abzunehmen, wenn man erwaͤgt, daß z. B. in dieſer Figur der Schiftſparren b welcher in der Richtung bd

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