Teil eines Werkes 
1 (1797) Handbuch der Land-Bau-Kunst, vorzüglich in Rücksicht auf die Construction der Wohn- und Wirthschafts-Gebäude für angehende Cameral-Baumeister und Oeconomen. 1
Entstehung
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. Von den Baumaterialien. 272

38 Einige Erfahrungen haben mich belehrt*) und auch andere Schriftſteller nſand beſtaͤtigen es**), daß man Ziegeloͤfen mit ihren Mauern und Gewoͤlben von Lehm⸗ n da waͤnden oder von Luftſteinen erbauen kann.

*) Bei der bei Wittchow ohnweit Sta rgard von dem Herrn Prediger ohle vor einigen Jahren ſteine, angelegten Torfziegelei. *) Auch in dem ſchon 1768. gedruckten VII. Band des Schauplatzes der Kuͤnſte und Handwerker chende S. 181. iſt der Bau der Ziegeldfen von getrockneten Lehmziegeln beſtaͤtiget. Es ſcheint daher inwen⸗ befremdlich, daß in No. 25. des Reichsanzeigers von 1795, angefragt wird, ob man Ziegeloͤfen ſo im zu bauen koͤnne? Die Frage wird indeſſen hier mit voͤlliger Ueberzeugung beiahend beantwortet.

Die Gewoͤlbe geben ſich bei dem Brennen der Ziegel zwar ziemlich aus einan⸗

d di der, ſie ziehen ſich aber auch wieder zuſammen*). Heuer⸗*) Ich bemerke zugleich, daß bei der neu angelegten Ziegelei am Brombergſchen Canal, die tziegel Wunuem auſſerhalb auf einen halben Stein dick mit gebrannten Steinen bekleidet worden ſind. uͤrfen,§. 18. unten b) Die ſogenannten ehmpatzen, ſind ebenfalls von Lehm in Formen geſtrichene Von den ſo⸗ wird.. und an der Luft und Sonne getrocknete Ziegel, nur mit dem Unterſchiede gegen Leepetzen nſern, ddie vorhingedachten Luftziegel, daß der Lehm mit gehacktem Stroh und mit oder Egypti⸗ reien, Flachs⸗oder Hanfſcheben oder dergleichen Vegetabilien, vermiſcht iſt, weshalb ſchen Siegeln. nzen die Lehmpatzen mehrere Haltbarkeit, zu den aͤuſſern Waͤnden haben, als wenn die aus bloßem Lehn; geformten Ziegel; dahingegen ſind die von bloßem Lehm kehen, gemachten Luftſteine in Feuermauern beſſer. 8 Die Lehmpatzen pflegt man auch etwas groͤßer als die vorhin gedachten Luft⸗ einen ziegel zu machen; anfaͤnglich wurden ſie funfzehn Zoll lang, ſieben und einen viertel unges 1 Zoll breit und ſechs Zoll hoch geformt; da ſie aber in dieſer Groͤße zu langſam und trocknen, auch wenn ſie den Maurern auf dem Geruͤſte zugelangt werden muͤſſen, die zu ſchwer ſind; ſo hat das Koͤnigl. Oberbaudepartement die Groͤße der Lehmpatzen erden zu eilf Zoll lang, fuͤnf und einen halben Zoll breit und ſechs Zoll hoch beſtimmt, woornach die Form in Verhaͤltniß des erprobten Schwindens des Lehms, eingerichtet, flaͤhe das iſt, um ſo viel groͤßer gemacht werden muß, als das Maas, welches der Stein nacht nach der voͤlligen Austrocknung behalten ſoll, erfordert. n in Zu tauſend Lehmpatzen von letztgedachter Groͤße, gehoͤren vier und zwanzig Uers⸗ Fuder Lehm zu zehn Kubikfuß, zehn Bund Stroh und vier Scheffel Flachs⸗ oder 3 Hanfſcheben. Fuͤr das Tauſend anzufertigen, werden mit allen dazu gehoͤrigen Bu⸗ Umſtaͤnden, als Anſchaffung des Streichtiſches, der Formen und Herbeiſchaf⸗. ttors fung des Waſſers 3 Rthlr. bis 3 Rthlr. 3 gr. in den Anſchlaͤgen angeſetzt. Zu 98 einer Schachtruthe volle Mauer, nach Abzug der Thuͤr⸗ und Fenſteroͤfnungen Holz, werden erfordert, fuͤnf hundert und funfzig Stuͤck Lehmpatzen von letztgedachter ninin Groͤße,(mithin nur etwa halb ſo viel Lehmpatzen als gebrannte Ziegel von gewoͤhn⸗

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