Teil eines Werkes 
1 (1797) Handbuch der Land-Bau-Kunst, vorzüglich in Rücksicht auf die Construction der Wohn- und Wirthschafts-Gebäude für angehende Cameral-Baumeister und Oeconomen. 1
Entstehung
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20 Erſter Abſchnitt. ſie bei dem Eintreiben der Keile in mehrere und irregulaire Stuͤcke mit nceraden 8 lachen.

Einen großen Stein in vorgedachler Art in zwei Stuͤcke zu ſpalten, wird 1 Rehlr. 8 gr. bezahlt.

§. 12.

Wie mit der⸗ Dieſe Steine dienen bei kleinen Feldbruͤcken von vier bis ſechs Fuß breit,

harchen nar. anſtatt des Gewoͤlbes; wenn nemlich die Wiederlager ſolcher Bruͤcken zuvor von hanue ein andern großen irregulairen Feldſteinen in Moos aufgeſetzt worden, ſo werden dieſe

Feldbruͤcken Steinſtuͤcken, anſtatt der Gewoͤlbe als platte Deckſteine daruͤber gelegt, Fig. 9.

banden an Dieſe Bruͤcken leiſten eine faſt ewige Dauer.

3 Zuweilen ſind die Deckſtuͤcken an den Seiten ungleich, und ſchlieſſen daher genau an einander, ſondern laſſen, Fig. 10. Loͤcher czwiſchen ſich. Auf dieſe werden aber, wie bei d zu ſehen, andere kleinere geſpaltene Steinſtuͤcken elegt, damit die Oefnungen gerade von oben herunter, zugedeckt ſind, denn wenn gleich dieſe kleinere Deckſteine ſeitwaͤrts Oefnungen zwiſchen ſich und den großen Steinen laſſen ſollten, ſo hindert ſolches nichts, wenn nur ſenkrecht oder von oben genommen, alles zugedeckt iſt. Dieſe Decken der Bruͤcken werden ſodann

mit Sand befahren und ein Steinpflaſter daruͤber gelegt. der Colonie Friedrichsdorf bei Koͤpnick iſt ein Arbeitsmann Namens Mehls etablirt, welcher G inſpalten und den vorgedachten Bruͤckenbau in einigen Gegenden der Kuhrmark beſorgt; und es waͤre zu wuͤnſchen, daß mehrere Leute zu dieſem nuͤtzlichen Geſchaͤfte in andern Provinzen von ihm angelernt wuͤrden.

§. 13.

Beſchreibung Fig. 11. ſtellet einen Wagen zum bequemen Transport großer Feldſteine vor. wie die Wa⸗Man bringt nemlich an einem gemeinen jedoch etwas ſtarken Wagen durch Ketten uhim Auf⸗ oder ſtarke Stricke eine Buͤrge von fuͤnf bis ſechszoͤlligen Holze dergeſtalt an die und Abladen Vorderachſe an, daß die Buͤrge mit dem andern Ende auf der Erde liegt, worauf keaher Fen alsdenn, und wenn der Hinterwagen unterdeſſen zuruͤck geſchoben, die Deichſel richten ſind. deſſelben aber in die Hoͤhe geſtellt worden, die Steine mit Hebebaͤumen leicht auf dieſe Buͤrge gewaͤlzt werden koͤnnen, wie aus der nach einem kleinern Maasſtaabe gezeichneten I1ten Fig. b. zu erſehen. Hierauf wird das auf der Erde liegende Ende der Buͤrge, mit Ketten oder ſtarken Stricken an die Hinterachſe befeſtiget, alsdann die Deichſel vermoͤge des oben daran befindlichen Stricks ſo weit vorwaͤrts herunter gezogen, als es die aufgeladenen und dadurch mit dem auf der Erde lie⸗ genden hintern Ende der Buͤrge, ſich erhebenden Steine erlauben, wie Fig. 11. c.

zeigt; alsdann befeſtiget man das Ende der Deichſel an den Vorderwagen, und

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