80 Zwoͤlfter Abſchnitt.
Ueber die heilſamen Wirkungen dieſer Fabrikation in Mißwachsjahren, wo ſie, allgemein verbrei⸗ tet, einer allzudruͤckenden Theurung vorbeu⸗ gen koͤnnte.
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Welche druͤckenden und hoͤchſt traurigen Folgen, be⸗ ſonders fuͤr die arme arbeitende Menſchenklaſſe, in Miß⸗ wachsjahren durch eine außerordentliche Theurung ent⸗ ſtehen koͤnnen, haben wir ohnlaͤngſt im Jahre 1805 erfahren, wo die Preiſe zu einer ſolchen Hoͤhe ſtiegen, daß es denen, welche durch taͤgliche Handarbeit ihr Brod gewinnen muͤſſen, ſehr haͤufig nicht moͤglich ward, ſo viel zu verdienen, um nur mit trocknem Brod ihren Hunger zu ſtillen. Zur Vermeidung einer fuͤr die Menſchheit ſo druͤckenden Lage, koͤnnte wohl nichts er⸗ ſprießlicher ſeyn, als wenn man in einem dergleichen Mißwachsjahre die zur menſchlichen Nahrung gebraͤuch⸗ lichen Getreideſorten lediglich zu Brod und Kucheſſpeiſe anwenden, zur Zubereitung der Getraͤnke, als zum Bier und Branntewein aber, eine andere Frucht gebrauchen koͤnnte. In Betreff des Branntweins hat man ſich zwar bis jezt ſehr haͤufig dazu der Kartoffeln bedienet; da aber dleſe zur Saͤttigung eben ſo anwendbar und ſchmackhaft als das Brod und andere Speiſen ſind, welche aus dem Getreide bereitet werden: ſo wird da⸗ durch in theuern Jahren eins der beſten Saͤttigungs⸗ mittel entzogen und in Ruͤckſicht einer zu vermindernden Theurung ſehr wenig gewonnen. Allein, koͤnnte man eine andere Frucht ausfindig machen, welche nicht zum


