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Die Runkelrüben-Zucker-Fabrikation : In ökonomischer und staatswirthschaftlicher Hinsicht / praktisch dargestellt vom Freyherrn von Koppy auf Krayn in Schlesien
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19 Klaͤrens und Verdampfens, als bet einer gehoͤrigen Ein⸗ richtung der Feuerherde und ihrer Zuͤge unter den eiſer⸗ nen Keſſeln, deren kochender Waſſerinhalt den Dampf zum hinlaͤnglichen Erhitzen der Pfannen liefern muß, ein druͤckender Aufwand von mehrern Feuermaterlalien erforderlich waͤre, ſo will auch der Saft, wenn er zu langſam in die ihm noͤthige Erhitzung gebracht wird, keine ſo vollkommene Klarheit, als gut und nothwendig iſt, auf der Klaͤrpfanne erhalten; ſo wie ſelbiger auch auf den Verdampfpfannen, wenn die Operation des Verdampfens zu langſam von ſtatten gehet, nicht jene bittere Seleuit⸗Rinde, welche auf ſeiner Oberflaͤche ent⸗ ſtehen muß, und welche mit der groͤßten Genaulgkeit durch einen Schaumer abgenommen werden muß, ge⸗ hoͤrig bilden, welches veranlaßt, daß einige bittere Theile in dem Safte zuruͤckbleiben, die ſich bei der Kry⸗ ſtalliſatton an den Zucker anhaͤngen; weshalb man, wenn oben Erwaͤhntes ſtatt gefunden hat, denn auch bei dem kandisartigen Zucker bisweilen ein wenig fin⸗ det, der einen bittern Nachſchmack hat. Bet hieſiger Fabrike iſt durch Unkunde der zweckmaͤßlgſten Feuerheer⸗ de und ihrer Zuͤge lange Zeit hindurch faſt die Haͤlfte mehr Feuermaterlal aufgegangen, als gegenwaͤrtig; auch hat die Operation des Klaͤrens ſowohl, als die des Verdampfens, jedes viele Stunden mehr erfordert, als jetzt, wodurch oft das oben erwaͤhnte Uebel verur⸗ ſacht worden iſt. Erſt ſeit einiger Zeit bin ich von einem, in dem Fach von profitabler Anlegung der Feuerheerde, ſehr geſchickten Manne durch zweckmaͤßi⸗ gen Bau der Keſſelofen von dieſem Uebel erlſet wor⸗ den.

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