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Die Runkelrüben-Zucker-Fabrikation : In ökonomischer und staatswirthschaftlicher Hinsicht / praktisch dargestellt vom Freyherrn von Koppy auf Krayn in Schlesien
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von einem Muͤhlwerk, das durch ein 34 Fuß hohes Nad, welches durch 2 ſtarke Ochſen in Bewegung ge⸗ ſetzt wird, kann, meiner Ueberzeugung nach, weder etwas beſſeres noch zweckmaͤßigeres erfunden werden; weil dieſes Reiben die zerriebene Maſſe ganz in der Art liefert, wie ſie beſchaffen ſeyn muß, wenn der Zuk⸗ kerſaft durch die Rollpreſſe rein und in hinreichender Menge herausgebracht werden ſoll. Es verſteht ſich uͤbrigens von ſelbſt, daß die Saͤgen in dieſen Reiben mit der groͤßten Genauigkeit nach Beſchaffenheit der Ruͤben, die auf die Reiben gebracht werden ſollen, hoͤ⸗ her oder niedriger geſtellt werden muͤſſen.

Hlerzu, ich wiederhole es nochmals, gehoͤret viel Accurateſſe, und eine durch Erfahrung erlangte Kennt⸗ niß des Werkmeiſters; auch werden jederzeit wohlge⸗ ſchaͤrfte Saͤgen ſchlechterdings dazu erfordert. Um zu erhalten, daß die Rollpreſſe, auf deren Bahn die zer⸗ riebene Maſſe aufgebreiret wird, das vollkommen leiſte, was ſie zu leiſten faͤhig iſt, muß die Ruͤbenmaſſe auf dem uͤber den Roſten ausgebreiteten leinenen Tuche durchaus in einer gleichen Höhe von 2 bis 3 Zollen auf der Bahn vertheilt ſeyn, und das leinene Tuch, in welches die Maſſe eingeſchlagen iſt, taͤglich mit ei⸗ nem friſchen verwechſelt werden; indem ſonſt der Saft die Durchgaͤnge des Tuches ſo feſt zuſammenklebt, daß ſelbiges den Saft nicht mehr durchlaͤßt, und ein an⸗ ſehnlicher Theil davon wieder zuruͤck in die Maſſe tritt. Es iſt durchaus nothwendig, daß ein jedes leinene Tuch, ehe es wieder zum Gebrauch kommt, vorher in einem Keſſel oder in einer Pfanne mit Waſſer wohl ausgekocht werde; weil ſonſt der an das Tuch ange⸗