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Die Runkelrüben-Zucker-Fabrikation : In ökonomischer und staatswirthschaftlicher Hinsicht / praktisch dargestellt vom Freyherrn von Koppy auf Krayn in Schlesien
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und ebnete dieſen in der Art, daß auch die Balken, wie die ganze uͤbrige Decke, einen ſolchen Ueberzug von Lehm bekamen. Zur Verfertigung dieſer Decke konnte man aber, leider! nicht eher gelangen, als gegen den Herbſt, in der letzten Haͤlfte des Sommers. Die ſpaͤte Austrocknung war die Folge davon; es vergiengen mehrere Monate, und da die voͤllige Austrocknung der Decke in dem erſten Zeitraum der Fabrikation noch nicht erfolgt war: ſo konnte der kryſtalliſirbare Saft von einer bedeutenden Menge taͤglicher Arbeiten auf keine Weiſe zum Kryſtalliſiren gebracht werden; im Gegen⸗ theil bekam er anſtatt der Kryſtalldecke eine Decke von Schimmel, und man gewann von allem dieſem kryſtal⸗ liſirbaren Safte keinen kandisartigen Zucker und nur ſehr wenig Farin; auch hoͤrte dieſes widrige Ereigniß nicht eher auf, bis durch ſehr ſtärkes Heizen die Decke der Zuckerſtube gaͤnzlich ausgetrocknet war. Der zweite widrige Vorfall war: man konnte nicht genug Schuͤſ⸗ ſeln zum Aufſtellen des kryſtalliſirbaren Syrops erhal⸗ ten, weil eine, zur gehoͤrigen Zeit erforderliche Anſchaf⸗ fung wegen dem Drucke der Zeit nicht thunlich war. Dieſer Mangel an Schuͤſſeln verurſachte, daß man den kryſtalliſirbaren Syrop anſtatt 1 ¾ Zoll hoch, 4 bis 5 Zoll hoch aufſetzen mußte; welches hohe Aufſetzen der Kryſtalliſation gleichfalls hoͤchſt nachthetlig wurde, und einen bedeutenden Ruͤckſchlag an Zucker verurſachte; indem die 3500 Cntr. verarbeitete Ruͤben, nach der mit einer der letzten Tagearbeiten gemachten Probe, von welcher man den kryſtalliſirbaren Syrop in gehoͤri⸗ ger Hoͤhe aufſetzte, ein Quantum von circa 115 Cntr. Zucker haͤtten ausgeben muͤſſen, anſtatt, daß man nu⸗