Teil eines Werkes 
2: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 2
Entstehung
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Theer nicht reicht, und daburch koͤnnen die Schafe ſehe

leicht die Raͤude bekommen. Je mehr Butter mit dem Theer vermiſcht iſt, deſto beſſer wird die Wolle ſeyn. Es ſetzt den Fabrikanten in den Stand, das Theer großen⸗ theils auszuwaſchen. In dem Oſten von Tiviotdale ver⸗ miſchen einige Landwirthe 40 Engliſche Pfund Butter mit 16 Quart Theer. Gewoͤhnlich nimmt man in dieſem Lande nur 24 Pfund. Den Schafen bekommt es nicht

wohl, wenn ſie viel beunruhigt werden; deßwegen muß

ein Schaͤfer ſeinen Hund mit vieler Vorſicht gebrauchen. Die große Kunſt zu huͤten iſt, den Boden gehoͤrig abzu⸗ weiden. Es erfordert ſowohl viel Aufmerkſamkeit, als Geſchicklichkeit, die Heerde des Nachts an ſolchen Orten zu lagern, wo ſie am beſten geſchuͤtzt iſt; ein Schaͤfer darf aufs hoͤchſte nicht uͤber acht hundert Schafe zu be⸗ ſorgen haben.

In dieſem Theil des Landes haben wir durch Ein⸗ fuͤhrung von Schafboͤcken von der Oſtkuͤſte unſere Wolle ſehr veredelt und ſind fortwaͤhrend im Veredeln begriffen. Manche glauben, wir machten unſere Zucht zu fein fuͤr unſere Weide. Ich bin nicht der Meinung. Kein Zwei⸗ unfere Weld bt 1 fel, daß wir mit Vorſicht zu Werke gehen muͤſſen; denn es iſt ein richtiger Grundſatz, daß eines Landwirths Vieh eher unter als uͤber der Guͤte ſeiner Weide ſeyn muͤſſe. Gegenwaͤrtig iſt die Wolle ein ſehr wichtiger Gegenſtan fuͤr uns; ſie darf aber nur ſo weit veredelt werden, als es mit dem Beſten des Schafes vertraͤglich iſt, das heißt, die Carcaſſe muß unſere erſte Ruͤckſicht feyn. Ich freue mich zu hoͤren, daß die Spaniſche Zucht an der Oſtkuͤſte ſo gut gethan hat; aber dieß iſt nicht genug, um einen

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