Teil eines Werkes 
2: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 2
Entstehung
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von dieſen, die dieſen Theil des Reichs nicht kennen, erſtaunen, wenn ſie hoͤren, daß er eine große Menge reichen fruchtbaren Bodens enthalte, der von einem ſtei⸗ fen Klay zu leichtem und unfruchtbarem Sand uͤbergehe, und daß die Ausdehnung des Kreidebodens nicht mehr als den vierten Theil des Ganzen betrage. Nach der Ver⸗ ſchiedenheit des Bodens iſt die Groͤße des Schafbeſtandes,

der unterhalten wird, ſehr abweichend. Der Kreideſtrich

ernaͤhrt, mit Beihuͤlfe des aus dem Thale erhaltenen Win⸗ terfutters, eine große Menge Schafe, und die Gegend um Petworth und laͤngs der Kuͤſte ſcheint einen ſtarken Beſtand von der Dorſetſhire⸗Race zu haben, die hier, ſo wie an andern Orten, hauptſaͤchlich wegen ihrer fruͤhen Laͤmmer gehalten wird; aber weiter nach dem Rorden hin werden wenig Schafe bemerkt, außer auf den Gemein⸗ weiden, die ſehr zahlreich und bisweilen ſehr ausgedehnt ſind. In dieſem Bezirk iſt es gebraͤuchlich, die Laͤmmer zu ſcheeren. Die Menge der von einem jeden gewonnenen Wolle betraͤgt gewoͤhnlich etwa acht Unzen; in einigen Jahren aber belaͤuft ſie ſich betraͤchtlich hoͤher, und in andern weniger. Auch die Vließe der vollwuͤchſigen Schafe, die zu zwei verſchiedenen Schurzeiten gewon⸗ nen werden, ſind in ihrem Gewichte ſchwankend. Wenn die in den Zollhaͤnſern an der Kuͤſte von der Wolle erho⸗ bene Einnahme voͤlliges Zutrauen verdient, ſo hat das von ein und derſelben Perſon eingegangene, eine gleich große Anzahl Vließe enthaltende und hoͤchſt wahrſchein⸗ lich von der naͤmlichen Heerde und auf demſelben Boden erzeugte Buͤndel Wolle in verſchiedenen Jahren voͤllig um