Vorbericht.
gleichen Experimenten, nur die dephlogiſtiſirte Luft anwenden: und da, nach einigen oben be⸗ merkten Thatſachen, die Menge der Feuertheile, oder ihre lebhafte Bewegung, Phlogiſton zu er⸗ zeugen ſchienen: ſo wuͤrden dieſe vorzuͤglich mit jener zu verbinden ſeyn. Wenn wir auf die Wir⸗ kung des Phlogiſtons uͤberhaupt ſehn; ſo laͤßt ſich daraus ſchließen, daß es eine Menge Feuertheile in ſich enthalte, die durch die Struktur der Theile des Phlogiſtons gleichſam eingeſchloſſen, und in Ruhe erhalten werden, bis irgend eine ſtarke beſondere Bewegung, dieſe Feuerbehaͤltniſſe ge⸗ wiſſermaßen zerſprengt: denn dieſe Feuertheile befinden ſich nicht blos auf der Oberflaͤche der Atomen, wie bey der ſpecifiſchen Hitze; noch be⸗ wegen ſie ſich frey in den Zwiſchenraͤumen, wie in der empfindbaren Waͤrme. Zur Erzeugung des Phlogiſtons muͤßte alſo ein Koͤrper die Art der Struktur ſeiner Elemente haben, welche die Feuertheile, die er in Menge erhielte, einſchließen zu koͤnnen vermoͤgend waͤre. Dieſe Eigenſchaft bey der dephlogiſtiſerten Luft zu erforſchen, ſcheint mir ein Experiment dienlich, das ich ſchon an einem andern Orte(N. Entdeckung Th. 9. S. 2427.) vor⸗ geſchlagen habe. Man fuͤlle z. B. eine Retorte mit dephlogiſtiſirter Luft, und verſehe jene mit einer ge⸗ raͤumigen Vorlage, die luftleer, und dabey mit ei⸗ nem Hahne verſehen waͤre. Man gebe anfaͤnglich eine maͤßige Waͤrme, und laſſe die ausgedehnte Luft durch den Hahn in die Vorlage;: man ver⸗ ſtaͤrke die Hitze, laſſe die Luft ſo oft es noͤthig iſt aus, und erhalte die Roetorte lange in einer ſehr ſtar⸗
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