Da dieſer Punkt, wie mich duͤnkte, von eini⸗ ger Wichtigkeit war; ſo bemuͤhete ich mich, ſolchen durch andre Verſuche weiter zu beſtaͤtigen; und weil Silber eine gewiſſe Menge Phlogiſton verliert wel⸗ ches waͤhrend ſeiner Aufloͤſung in Salpeterſaͤure da⸗ von geht; ſo hieit ich dafuͤr, daß wenn die Aufl'⸗ ſung mit nichts in Verbindung kam wovon ſie Phlo⸗ giſton wieder erhalten koͤnnte, ſondern bis zur Trok⸗ kenheit deſtillirt, und gaͤnzlich von der Saͤure geſchie⸗ den wuͤrde; daß, ſage ich, ſo viel Silberkalch uͤbrig bleiben ſollte, als mit der Menge des verlornen Phlogiſtons uͤbereinſtimmet. Und wenn dieſe Menge Phlogiſton mit der, dem Silber in der vorhergehen⸗ den Tabelle angewieſenen, uͤbereinſtimmte, daß als⸗ denn dieſe Tabelle richtig waͤre.
Zu dieſem Entzweck loͤſete ich 120 Gr. reine Feilſpaͤne von Probeſilber in duͤnner dephlogiſtiſirter Saſpeterſaͤure auf, und erhielt davon—4 Cubiczoll Salpeterluft. Dieſe Aufloͤſung dunſtete ich bis zur Trockenheit gelinde ab; durch die Abdunſtung fand ich ein wenig von dem Silber fluͤchtig gemacht, aber nicht mehr als ein Viertel eines Grans. Ich de⸗ ſtillirte ſodann das trockene Ruͤckbleibſel und hielt es eine Stunde in einer beynahe weiſen Hitze in einer bedeckten gruͤnen Glas⸗Retorte. Waͤhrend der De⸗ ſtillation gieng eine Menge Salpeterſaͤure davon;
ein gruͤn und weißes Sublimat ſtieg in den Hals
der Retorte, und etwas gieng ſogar in die Vorlage uͤber. Da alles kalt war, zerbrach ich die Retorte, deren Inneres ſogar von einer gelben und rothen
Farbe
—


