Teil eines Werkes 
Des ersten Bandes Zweytes Stück (1785)
Einzelbild herunterladen

28

Die Vortheile, welche aus dieſen Unterſuchun⸗

gen entſpringen, ſind ſehr betraͤchtlich, nicht blos

wegen Befoͤrderung der Chemie als Viſſenſchaft,

welche, als phyſikaliſche Zerlegung der Koͤrper, eine

genaue Beſtimmung ſowohl der Menge und des Ver⸗

haͤltnißes, als der Beſchaffenheit der Beſtandtheile

der Koͤrper durchaus erfodert; ſondern ſie iſt auch der Ausuͤbung derſelben ſehr vortheilhaft. So iſt erſtlich hinlaͤnglich bekannt, daß verſchiedene wich⸗ tige Proceſſe, von alten chemiſchen Schriftſtellern und ſogar von Einigen in neuern Zeiten ſehr unbeſtimmt beſchrieben ſind: ſie geben zum Beyſpiel oͤfters die Saͤuren, deren ſie ſich bedienten, nach dem Ver haͤltniß der Menge des fixen Laugenſalzes, der Erde, oder des Metalls an, welche eine gegebene Menge einer ſolchen Saͤure zu ſaͤttigen oder aufzuloͤſen ver⸗ moͤgend war. Nun unterrichten uns die vorherge⸗ henden Bemerkungen unmittelbar von der Menge der wahren Saͤure, welche dieſe Wirkung hervor⸗ zubringen faͤhig war, alſo muß das Uebrige Waſſer geweſen ſeyn; und wenn die Menge der bloßen Saͤure und des Waſſers bekannt iſt; ſo kann mit Huͤlfe der vorhergehenden Tabellen die ſpecifiſche Schwere leicht gefunden werden, und ſo kann auch eine Saͤure von eben der Staͤrke verfertigt werden. So lehret uns Schlutter in der beſten bis jezt vor⸗ handenen Abhandlung vom Probiren*), daß das beſte Scheidewaſſer, Silber von Gold zu ſcheiden, das⸗

*) I. B. S. 332. franzoͤſiſche Ausgabe.