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auch aufgeloͤſt erhalte. Die Menge irgend einer ſolchen Subſtanz, welche durch eine gegebene Menge von irgend einer Saͤure aufgeloͤſet wird, iſt leicht zu finden: denn wenn 100 Gr. von irgend einer ſolchen Subſtanz bis zum Saͤttigungspunkt, oder zu ihrer Aufloͤſung, die Menge a irgend einer Saͤure aufnehmen oder erfodern; ſo wird die durch 100 Gr. dieſer Saͤure aufgenommene oder aufgelöſte
10000 Menge— ſeyn.
Das Verhaͤltniß der Beſtandtheile, welches ich von verſchiedenen Mittelſalzen angegeben habe, ſcheint beym erſten Anblick ſehr verſchieden von dem zu ſeyn, welches Herr Bergmann ihnen zu⸗ geſchrieben hat. Dieſes machte mich auf einige Zeit ſehr unzufrieden, weil ich in die Geſchicklichkeit und das Urtheil dieſes vortreflichen Chemiſten das hoͤchſte Vertrauen ſetze; aber bey einer genauen Unterſu⸗ chung habe ich gefunden, daß der Unterſchied mehr anſcheinend als wirklich ſey. Herr Bergmann hat nie geſucht, die Menge der wirklichen Saͤure, in irgend einer Subſtanz, zu beſtimmen; ſondern hat, nach der Gewohnheit aller vorhergehenden Schriftſteller, allen jenen Fluͤſſigkeiten den Namen von Saͤure gegeben, welche ſie in dem verdichtetſten, oder wenigſtens ſehr verdichteten Zuſtande enthielten; welche aber zuverlaͤſſig noch ein unbeſtimmtes Ver— haͤltniß Waſſer enthalten: und durch die Menge des Waſſers verſteht er gemeiniglich das, welches bey der Cryſtalliſation zuruͤckgehalten wird. So ſagt er (im


