Teil eines Werkes 
Des ersten Bandes Zweytes Stück (1785)
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Waſſer. Wenn er beynahe bis zur Roͤthe calci⸗ nirt iſt, ſo verlieren dieſe Cryſtallen ohngefaͤhr 4⁰ Gr. Waſſer.

Ddie Eiſenkalche ſind mehr oder weniger aufloͤs⸗ bar in dieſer Saͤure nach dem Grade ihrer De⸗ phlogiſtiſt ſirung. Die phlogiſtiſirten(z. B. eben erſt aus einer Aufloͤſung von Vitriol durch fixe Laugen⸗ ſalze niedergeſchlagene) ſind auch mehr aufloͤsbar, und geben nach der Abdunſtung Cryſtallen, obgleich blaͤſſer als die, welche von wirklichem Eiſen gebil⸗ det werden. Jene welche weniger phlogiſtiß ſirt ſind, ſind auch weniger aufloͤsbar; das iſt, ſie erfodern mehr aͤchte Saͤure zur Aufloͤſung, und geben keine Cryſtallen, ſondern nur ein Magma, oder Mutter⸗ lauge. So auch, neu gemachte Aufloͤſungen von Eiſen, verringern und phlogiſtiſiren folglich die ſie beruͤhrende Luft, und geben auch folglich nach und nach Phlogiſton von ſich: und da auf dieſe Weiſe der Kalch mehr dephlogiſtiſirt iſt; ſo faͤllt er nach und nach nieder, es ſey denn, daß mehr Saͤure hin⸗ zugethan wird, um ihn augeloͤſt zu erhalten.

Eiſen in Salpeterſaͤure.

100 Gr. Eiſen erfodern um voͤllig anfgeläſ und nicht bloß calcinirt zu ſeyn, 142 Gr. aͤchte Salpeterſaͤure, ſo verduͤnnet daß ihr Verhaͤltniß zu dem Waſſer ſey wie zu Zoder 14: und wenn dieſes lezte Verhaͤltniß gebraucht iſt; ſo kann man ſie durch ein Licht auf einige Secunden erwaͤrmen Pn den Zutritt der gemeinen Luft abhalten. In

dieſem

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