Teil eines Werkes 
Des ersten Bandes Zweytes Stück (1785)
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Betracht zu wiſſen nuͤtzlich ſind; ſo werde ich ihre Refultate hier kuͤrzlich erzaͤhlen, und mich lediglich an die Umſtaͤnde halten, welche auf die folgenden Saͤtze Bezug haben, oder welche zuvor noch nicht hinlaͤnglich angegeben ſind. Die Saͤuren, welche ich gebrauchte, waren in ſo weit dephlogiſtiſirt, daß ſie farbenlos waren; die Metalle waren mehren⸗ theils feine Feilſpaͤne; oder ſie waren in einem Moͤr⸗ ſer zu feinen Pulver geſtoßen. Sie wurden nach und nach zu ihren verſchiedenen Aufloͤſungsmitteln hinzugethan, weil auf dieſe Art weit mehr aufge⸗ loͤſt wurde, als wenn das Ganze auf einmal hin⸗ eingeſchuͤttet worden waͤre; und die Aufloͤſung geſchahe in glaͤſernen Phiolen mit gebogenen Roͤhren.

Aufloͤſung von Eiſen in Vitriolſaͤure.

100 Gran Stangeneiſen erfodern, bei der Waͤr⸗ me von 56⁰, zu ihrer Aufloͤſung 190 Gr. reine Saͤure, deren Verhaͤltniß zu der des Waſſers, wo⸗ mit ſie verduͤnnt ſeyn ſollte, iſt, wie 1: 8, 10 oder 12. Sie wuͤrde auf Eiſen wirken, wenn gleich ihr Verhaͤltniß groͤßer oder geringer waͤre, aber nicht ſo ſtark. Wenn gegen das Ende eine Hitze von 2000 angebracht wuͤrde, ſo wuͤrden 123Gr. aͤchte Saͤure hinlaͤnglich ſeyn.

Die, durch dieſe Aufloͤſung hervorgebrachte Luft, iſt voͤllig entzuͤnddar, und betraͤgt gemeiniglich 155 Cubiczoll.

Eiſen iſt auch aufloͤsbar mit Beyhuͤlfe einer ſtar⸗ ken Hitze, und in geringerer Menge in concentrir⸗

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