304 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen
=thelsdorf und Mohsdorf enthaͤlt, und 8) die zweite Heerde, die die ehemaligen Triftſchafe in ſich faßt; und na— mentlich in dieſem Muttervieh, wie ſchon geſagt, jener gar we⸗ nig, oder nicht nachſteht*).
Indeß ſind, bei der Unmoͤglichkeit, dieſe große, incl. die Mittelfrohner Hammel, uͤber 3000 Stuͤck beim Tode des Hrn. Grafen wirklich betragen habende, Anzahl Schafe, nach der Abgabe der ganzen Rochsburgiſchen Wirthſchaft, zu erhalten, be⸗ reits ſehr bedeutende Verkaͤufe von dieſen Schaͤfereien gemacht, und damit bereits im J. 1825 gegen 8000 Rthlr. gewonnen
worden; und es ſollten auch noch mehr Schafe und Staͤhre vor
jetzt, und auch jaͤhrlich verkauft, beſonders ſollte die ganze zweite Heerde verſchleift werden, wie die in mehrern Zeitungen und Zeitblaͤttern gemachte Ankuͤndigung beſagt; woruͤber man ſich denn an die verwittwete Frau Graͤfin ſelbſt,— wohnhaft in Dres⸗ den unfern des Koſelſchen Gartens**),— oder an den Herrn In⸗
ſpector Marbach zu Berthelsdorf bei Lunzenau im Schoͤnburgi⸗
ſchen zu wenden hat.
Leider ſind nun zwar, wie wir ſchon Th. I. bemerkten, uͤber dieſe Schaͤfereien,— mit der undankbarſten Vergeſung und Hint⸗ anſetzung aller, den unendlichen Verdienſten des verewigten Herrn Grafen von Schoͤnburg um die feine Schafzucht uͤberhaupt, und um ſo viele der vorzuͤglichſten Schaͤfereien andrer Gegenden, die edles Schafvieh von ihm bezogen haben, insbeſondre, ſchuldigen Achtung und Beruͤckſichtigung,— ſehr nachtheilige Geruͤchte theils uͤber die Zerſplitterung, theils uͤber den geringern oder doch geſun⸗ kenen Werth dieſer Heerden ausgeſprengt und verbreitet worden, ſo daß der Viehverkauf in der allerneueſten Zeit nicht mehr ſo ſehr gut daſelbſt gegangen iſt,—(woran indeß auch das ſchlechte Wolljahr 1826 viel Schuld haben mag,) als bald nach dem Tode des Herrn
*) Dieſe Triftſchäferei gehörte ſelbſt auch in Rückſicht des Grundſtücks, wo ſie lag, nicht zum Lehngut, ſondern zum Allodialvermögen; ſowie dies auch noch von einigen andern einzelnen Grundſtücken der Herrſchaft Rochsburg, dem ſogenannten Scheunenpflug, der Mühle, der Curs⸗ dorfer Wieſe, dem ehemaligen Jagdhauſe in Mohsdorf gilt, nach Bd. I. S. 4.
**) Seit Herbſt 1827 in der Neuſtadt, in der Allee, dem Rathhauſe ge⸗ genüber,
Grafen 3 in J. parteiſt
endlic 3000 ſchafe ProS Rthl 1 G.
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