Teil eines Werkes 
2 (1828) Wirthschafts-Plane und Entwürfe für die Rochsburgischen Wirthschaften für die Jahre 1803-1825 : nebst nachträglichen Bemerkungen über den Gang derselben in der letzten Zeit bis zu und nach dem Tode des Grafen Schönburg vom Herausgeber
Entstehung
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uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 303

da es nun zu einer Trennung des geſammten, hinterlaſſenen Al⸗ lodial-Vermoͤgens deſſelben von der, als Lehngut beſeſſenen, Herrſchaft Rochsburg kommen mußte, und jenes der hinterlaſſe nen Comteß Tochter des Verewigten, letztere aber den Lehnsvet⸗ tern, den Herren Grafen Albert und Ludwig von Schoͤnburg⸗ Hinterglauchau, nach Theil I. S. 4., zufiel; ſo hat dies nothwen⸗ dig große Veraͤnderungen in dieſen Wirthſchaften verurſacht, wo⸗ von wir indeß die, die eigentliche Herrſchaft Rochsburg betreffen⸗ den, hier nicht weiter zu beruͤhren haben, und nur blos Nach ſtehendes bemerken.

1) Die geſammten weiblichen Schafe der Stall- und der Triftſchaͤferei ſind, als Morgengabe, der verwittweten Frau Graͤfin von Schoͤnburg, nach dem Koͤnigl. Saͤchſiſchen Recht, als adlicher Wittwe, erblich und eigenthuͤmlich zugefallen; und der Comteß Tochter derſelben, als alleinigen Allodial-Erbin ihres Herrn Vaters, ſind nur die ſaͤmmtlichen Staͤhre und Hammel zugehoͤrig geblieben, indem die ganzen Schaͤfereien, auch die herrſchaftliche Triftſchaͤferei, zum Allodio gehoͤrten.

2) Da nun aber die Frau Graͤfin kein Land zu Ernaͤhrung dieſer Schafe hatte, ſo ſind von ihr die, ihrer Comteß Tochter ebenfalls, als Allodial-Erbin ihres Herrn Vaters, zugefallenen Allodial-⸗Grundſtuͤcke in Berthelsdorf,(und zwar ſowohl das dortige kleine Rittergut, als auch die dazu gekauften dortigen Bauerguͤter,) ſowie die Bauerlaͤndereien zu Mohsdorf und Hels⸗ dorf, in Pacht genommen, und ſaͤmmtliche weibliche Schafe, nebſt dazu noͤthigen zugekauften Rochsburger Staͤhren, und, ſo⸗ viel ich weiß, auch nebſt den in Futter genommenen zorigen Staͤhren der, von dem Hrn. Grafen hinterlaſſenen, ganzen Heerde, eben dahin gebracht; die Hammel dieſer letztern aber ſind in Mittelfrohne, welches ebenfalls als Allod der Comteß Toch⸗ ter des Hrn. Grafen zugehoͤrt, aufgeſtellt worden.

Die nach Berthelsdorf und Mohsdorf gebrachten Schafe bilden nun daſelbſt eine neue, von der Frau Graͤfin angelegte, ganze Schaͤferei, die die aͤchte, reine Fortſetzung der ehe⸗ maligen Stamm-, und Stall- und die Triftſchaͤferei des Hrn. Grafen von Schoͤnburg iſt; und jetzt noch in zwei Abtheilungen ſich theilt,*) die erſte Heerde, welche die ehemalige Rochsbur⸗ ger Stamm⸗ und Stallſchaͤferei, und ihre Abkoͤmmlinge in Ber⸗