des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 15
vermieden worden, daß nun folgende Ordnung zur Regel ange⸗ nommen worden iſt. Es folgt naͤmlich: 1) in geduͤngtem Felde Nuͤbſen und Lein Kraut
2)—— Gerſte oder Hafer Gerſte oder Hafer und Klee und Klee
3) im Herbſt geduͤngt Klee Klee
4)—— Erdaͤpfel Erdaͤpfel
5)—— Korn Korn
6)—— Erbſen Erbſen*).
Dieſe Methode hat folgende Vorzuͤge:
1) der Klee koͤmmt in reichen Boden, naͤmlich in die Ruͤb⸗
ſenſtoppel, welche durch Lein ſehr gereinigt iſt;
2) dadurch, daß Erdaͤpfel in die Kleeſtoppel kommen, wird die Gefahr der Schnecken vermindert, man kann die Klee⸗ ſtoppel bis zum ſpaͤteſten Herbſt benutzen, und dann den Duͤnger mit Bequemlichkeit auffahren;
3) die Erdaͤpfel muͤſſen in geduͤngter Kleeſtoppel vortrefflich gerathen, und dem Korne noch immer Kraft genug laſſen. Letzteres kann auch
4) zeitiger beſtellt werden, weil kein Duͤnger aufgefahren wird;
5) der Wechſel der Fruͤchte iſt gut beobachtet;
6) die Arbeiten ſind gut vertheilt.
Es wird bei dieſer Einrichtung natuͤrlich viel Rechnung auf das neue Land gemacht; ſollte dieſe aber fehlſchlagen, ſo muͤßte noth⸗ wendig der Ruͤbſenbau wegfallen, und dem Futter-Ertrag zuge⸗ wendet werden.
Bei gegenwaͤrtiger Dispoſition iſt beſtimmt: a) fuͤr Sommerfuͤtterung 1) 16 Scheffel Erbſen, 2) die Kornſtoppel, 3) die Kleeſtoppel, 4) einige Gaͤrten fuͤr die Laͤmmer und ihre Muͤtter, 5) Nuͤbſen⸗Schroͤpfe,
*) Die Feldeintheilungs⸗Tabelle B. iſt hiernach leicht abzuändern. Anm. des Herausg.


