Teil eines Werkes 
2 (1828) Wirthschafts-Plane und Entwürfe für die Rochsburgischen Wirthschaften für die Jahre 1803-1825 : nebst nachträglichen Bemerkungen über den Gang derselben in der letzten Zeit bis zu und nach dem Tode des Grafen Schönburg vom Herausgeber
Entstehung
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10 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe

Hierbei iſt endlich zu bemerken, daß ſaͤmmtliches Erdaͤpfel⸗ kraut im Herbſt tief untergebracht werden muß, um dem dande einige Duͤngung zu geben*).

Was nun die Artfelder betrifft, ſo duͤrfte beſonders in Er⸗ waͤgung zu ziehen ſeyn:

a) daß zeither niemals genugſames Futter fuͤr die Schafe er⸗ baut worden;

b) daß der Duͤnger zu ſo vielen kuͤnftigen Soͤmmerungen noth⸗ wendig vermehrt werden muß;

c) daß beſonders in dieſem Jahr 1803 wohl ſchwerlich ſo viel Duͤnger vorhanden ſeyn duͤrfte, als noͤthig waͤre, die ganze große Art Nr. 3. vollkommen zu Korn zu begatten, und daß

d) auf alle Faͤlle es beſſer iſt, weniger Land gut geduͤngt zu haben, als den Duͤnger auf noch einmal ſo viel Feld zu verbreiten, wo er keine Wirkung thun koͤnnte, ſondern mit Schaden die Herbſtarbeit vermehren wuͤrde.

Durch dieſe Betrachtungen bewogen, iſt eben feſtgeſetzt worden:

1) ſo viel von der Art Nr. 3. abzunehmen, als ſie Sandland enthaͤlt;

2) den Ueberreſt von der Bauernſeite zu Kraut liegen zu laſ⸗ ſen, weil dieſes erſt im Fruͤhling beduͤngt werden darf. Damit aber dieſe Fruͤhlingsbeduͤngung zu Kraut auch wirklich er folgen koͤnne, ſo wird in dieſem Jahre 1803 die Hammelmaſt nach Berthelsdorf verlegt, und mit dieſer Maſtung ſo lange, als

erforderlich, fortgefahren. Bei einer Veraͤnderung der Wirthſchaft iſt es nicht immer

moͤglich, gleich ganz den Regeln der guten Cultur zu folgen,

weil die haͤuslichen Beduͤrfniſſe mit in Ruͤckſicht gezogen werden muͤſſen. Daher iſt es gekommen, daß in der nebenſtehenden Ta⸗ belle B. Nr. I. bei den erſten Jahren zwei Getreidefruͤchte einan⸗ der folgen, und daß ſogar einmal Hafer und Klee dem Korne folgt. Dieſe großen Fehler ſind aber fuͤr die Zukunft dadurch

*) Dies geht nicht an, wie ſich's jetzt zeigt. Man muß das Kraut der Erdäpfel vielmehr nothwendig auf die Düngerſtelle fahren, weil es ſich nicht gut unterackert.

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