290 Oekonomiſches Tagebuch
Jahr 1816.
In dieſem Jahre wurde ein Verſuch gemacht mit 4 Jaͤhr⸗ lingen, die Dichtheit der Wolle durch oͤfteres Scheeren zu befoͤrdern. Anfanss ſchien dieſe Methode, Erfolg zu haben; bei der letzten Schur aber zeigte ſich, daß hoͤch⸗ ſtens der Unterſchied einer dreimaligen Schur wenige Loth betrage, und alſo gar nicht in Betracht kommen koͤnne gegen die Unbrauch⸗ barkeit der oͤfters abgeſchornen Wolle.
Jahr 1817.
beſtaͤtigte ſich ganz die Bemerkung: daß gruͤne Fuͤtterung im Sommer die Wolle verbeſſert, trockenes ſie verſchlechtert.
Auch reicht die gruͤne Fuͤtterung weiter, als wenn die naͤm— liche Flaͤche zu Heu gemacht worden.
Es wurden dies Jahr auch Verſuche angeſtellt, wieviel ein Schaf bei bloßer Heufuͤtterung taͤglich wohl verzehrt? Es fand
ſich Folgendes: Ein Mutterſchaf fraß 3½ Pfund
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Ein Zeitſchff... 3 ¾— Ein Jaͤhrlingsſchaff. 3— Ein alter Staͤhr... 3 ½— Ein Hammel. 3 4—
Im Durchſchnitt alſo das Stuͤck 3 ½ Pfund.
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Jahr 1818.
Nach den zeither erlangten Erfahrungen und Einſichten koͤmmt bei der Schafzucht Alles auf gute und reichliche Fuͤtterung an, beſonders bei der erſten Entwickelung. Die Verfahrungs⸗ art dabei iſt folgende:
1) das Mutterſchaf erhaͤlt, ſo lange das Lamm ſaugt, nichts als gutes Heu,— damit die Laͤmmer ſich nicht uͤberſaugen und ſteif werden.— Ob in Dampf gekochte


