des Grafen H. E. v. Schönburg. 1810— 19. 279
Nan giebt letztere:
ad 2. vom Stein 7 Pfund 13 Loth ganz reine Wolle*). Wir koͤnnen alſo Rechnung machen auf 2940 Pfund 9 Loth reine Wolle.
Dieſe betragen an Gelde 6666 Rthlr. 1. Gr., und Tuͤcher koͤnnen daraus gefertigt werden Summa 92 Stuͤck zu 27 Rthlr. Gewinnſt, Summa 2484 Rthlr.; zu 20 Rthlr. aber, 1840 Rthlr.
Hierzu kommt die Lammwolle an 300 Pfund von eben ſo viel aͤmmern.— Dieſe Wolle giebt nach aͤltern Verſuchen 11 Pfund vom Stein; mithin erhalten wir 150 Pfund reine Wolle, welche nach obigem Preiſe betragen 337 Rthlr. 12 Gr. Es koͤnnen ferner daraus gefertigt werden ungefaͤhr 5 Stuͤck Tuch, an Gelde zu 27 Rthlr., Summa 125 Rthlr.; zu 20 Rthlr. Ge⸗ winnſt, Summa 100 Rthlr.
Nach dieſen hoͤchſt wahrſcheinlichen Vorausſetzungen iſt von der zweiſchuͤrigen Schaͤferei zu erwarten:
7003 Rthlr. 13 Gr. Wolle, 2609——— Fabrication.
Summa 9612 Rthlr. 13 Gr. Sollten aber die Tuͤcher nur zu 20 Rthlr. Gewinnſt zu ver⸗ kaufen ſeyn, ſo wuͤrde ein Verluſt eintreten von 669 Rthlr.
Mit beſtimmter Gewißheit laͤßt ſich zwar jetzt die Ueberſicht nicht machen; ſo viel aber iſt gewiß, daß der Ertrag eher zu ge⸗ ring, als zu hoch, angenommen worden.
Bei einſchuͤriger Wolle wuͤrden wir— zu 3 Pfund ge— ſchwemmter Wolle— an reiner Wolle nur 2460 Pfund, mithin 480 Pfund 9 Loth weniger, erhalten haben, und doch iſt die Annahme von 3 Pfund viel zu hoch,— nach zeitheriger Erfahrung!.
Ferner iſt ein weſentlicher Vortheil, daß die Wolle viel dichter wird,— wie ſich jetzt den 4aten Jun. 1811,— unwi⸗ derleglich zeigt.
Auch nehmen die Schafe viel beſſer zu.
*) Wie ſie verarbeitet wird in der Manufactur. Anm. des Hcrausg.


