des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 1810— 19. 277.
Blaſe und alle Anzeigen einer verdorbenen Galle, die ſich in die kleinen Eingeweide ergoſſen hatte, und ſo wahrſcheinlich die Ur⸗ ſache des Todes geworden war. Allen Anzeigen nach iſt dies die Krankheit, welche Germershauſen unter dem Namen der Hitze beſchreibt: allein ſein empfohlnes Mittel des Aderlaſſens hatte keine gute, ſondern nachtheilige Wirkung.— Da ich einſah, daß verdorbene Galle die Urſache der Krankheit ſey; ſo verordnete ich zwei Tage hinter einander Glauberſalz, zu 1 Loth fuͤr jedes Stuͤck, fruͤh unter Hafer gemiſcht, um die ergoſſene Galle abzufuͤhren,— doch ohne ſonderliche Wirkung.
Der im Fruͤhling gewogene Zeithammel wog den iſten Rov.— ohne Wolle— 152 Pfund. Ein Staͤhrlamm von dieſem Jahre den 1ſten Nov. 105 Pfund mit Wolle.
Im November kam ein Lamm an, das krumme Beine hatte. Der Schaͤfer ſchiente es, und die krummen Beine wuch⸗ ſen gerade.
Sonſt waren bei der gruͤnen Kleefuͤtterung die Excremente der Schafe fluͤſſig; ſeitdem ihnen aber dabei Hafer gegeben wird, haben ſie aufgehoͤrt, fluͤſſig zu ſeyn, und ſind trocken, wenn ſie gleich ſo viel Klee bekommen, als ſie verzehren wollen.
Jahr 1812.
Den 5ten Mai wog der ſtaͤrkſte Lammſtaͤhr mit Wolle 85 ⅞ Pfund Leipziger Gewicht. Die Wolle wog 2 Pfund.
Wir koͤnnen hierbei nicht unterlaſſen, nachfolgenden Anhang uͤber den Ausfall des ſo wichtigen Verſuchs, der in den Jahren 1810— 12 mit Einfuͤhrung der zweimaligen Schur der Schafe gemacht wurde, hier anzuſchließen.
Der Herausgeber.


