Teil eines Werkes 
1 (1828) Oekonomisches Tagebuch für die Jahre 1799-1819 : nebst einer vorläufigen kurzen Geschichte und Darstellung der Rochsburgischen Wirthschaften, und des ökonomischen Lebens und Wirkens des Hrn. Verfassers im Allgemeinen, vom Herausgeber; und einem Portrait des Erstern in Steindruck
Entstehung
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Am Fuße des Erzgebirges im Koͤnigreiche Sachſen, und zwar ſieben Meilen von Leipzig, zwei und eine halbe Meile von Alten⸗ burg, drei Stunden von Chemnitz, zwei Stunden von Wechſel⸗ burg, drei Stunden von Mitweyda, eine Stunde von Penig, liegt die Herrſchaft und das Amt Rochsburg, und gehoͤrt zwar nicht zu den ſogenannten fuͤnf Schoͤnburgiſchen Receßherrſchaften Waldenburg, Glauchau, Lichtenſtein, Stein und Hartenſtein, die als ehemalige boͤhmiſche Kron- und alte meißniſche Lehne fuͤr Reichsafterlehne galten, und daher auch beſondere Vorrechte und Privilegien großer Standesherrſchaften und damit auch Sitz und Stimme in der erſten Klaſſe der Land⸗ ſtaͤnde, unter den Praͤlaten, Grafen und Herren, genießen; ſondern iſt, eben ſo wie die Schoͤnburgiſchen Herrſchaften Penig, Wechſelburg und Remiſſau, nur ein ſaͤchſiſches oder meißniſches landſaͤſſiges, zum Leipziger Kreiſe gehoͤriges, alt⸗-ſchriftſaͤſſiges, bedeutendes Rittergut, laͤßt jedoch aber ſeine Beſitzer, als Grafen und Herren von Schoͤnburg, jener, durch den Teſchener Frieden im Jahr 1779, dem Graͤflich Schoͤnburgiſchen Geſammthauſe anerkannten, und auch neuerlichſt wieder durch den Wiener Frieden von 18165 beſtaͤtigten, Vorzugsrechte großer Standesherren ebenfalls mit theilhaftig bleiben, kraft deren dieſe eine eigne Regierung und ein eignes Conſiſtorium zu Glauchau fuͤr die oben genannten fuͤnf Receßherrſchaften haben, auch die Steuern daſelbſt in ihrem Namen erheben, und nur ein beſtimm

tes Quantum davon an die Koͤniglich Saͤchſiſchen Kaſſen abzugeben haben, und auch mehrere Ritterguͤter bei ſich zur Lehn gehen laſſen, u. dgl. m.

Die Herrſchaft und das Amt Rochsburg enthaͤlt, außer dem Schloſſe und Flecken Rochsburg, zwey Staͤdtchen, Lunzenau und Buragſtaͤdt, beide vorzuͤglich mit Fabrikarbeitern beſetzt, und 1*