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Mit Ruͤckſicht auf dieſe Hoͤhe des Korns muß der Trichter oder die Roͤhre,(B. oder M.) welche von der Luftzugroͤhre in den Boden des Darr⸗ ofens hinaufgeht, 2 bis 3 Zoll hoͤher ſeyn, als das Korn, um vorzubeu⸗ gen, daß es nicht in die Roͤhre hinabfalle und den Luftzug hemme. Da es uͤbrigens weſentlich nothwendig iſt, daß das Korn waͤhrend der Doͤr— rung dann und wann umgeſtochen und umgeſchaufelt wird, ſo iſt es rath⸗ ſam, einen Deckel zu haben, mit welchem man die Roͤhre waͤhrend dieſer Operation verſchließen kann.
Laͤnger als 12 Stunden hat man es nicht noͤthig befunden, das Korn im Darrofen zu laſſen; um aber eine gleichmaͤßige Doͤrrung zu be— foͤrdern, muß die ebenerwaͤhnte Umſtechung jede 2 Stunden oder noch oͤfterer vorgenommen werden; wobei noch zu beobachten, daß der Eingang zur Darre ſowohl waͤhrend der Umſtechung als ſonſt waͤhrend der Doͤrrung uͤberhaupt, verſchloſſen gehalten werden muß, damit die Waͤrme nicht ver— loren gehe.
— Die hier beſchriebene Darre kann zugleich zur Doͤrrung von Malz zu Weißbier benutzt werden; und wenn die Bewohner von Doͤrfern ſich dahin vereinigen koͤnnten, gemeinſchaftliche Baͤckereien einzurichten, ſo koͤnn— ten ſie außer der Benutzung der Darre zum Korn⸗ und Malz⸗Darren die⸗ ſelbe auch gebrauchen, um Flachs darin zu doͤrren.
Malz⸗ und Korn⸗Darre in Verein mit einem Kachelofen.
Dieſe Einrichtung gleicht der vorhergehenden darin, daß ſie wenig koſtſpielig in der Anlage iſt, und eine ſonſt groͤßtentheils verloren gegangene Waͤrme benutzen kann.
Die Fig. 5 zeigt dieſe Einrichtung dergeſtalt im Durchſchnitt, daß A. der Schornſtein iſt, von welchen aus der Ofen B. durch die Oeffnung C. geheizt wird. Auf der oberen Platte des Ofens iſt eine gemauerte


