Teil eines Werkes 
5: Fünftes Heft, mit 3 Kupfern
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

Vom Vorlegen.

Derjenige, welcher das Getraide in die Maſchine legt, muß wohl darauf achten, daß er ſelbiges nicht dicker lege, als daß die Maſchine es gehoͤrig aus dreſchen kann, und daß es uͤberall eben oder gleich dick liege, weil ſonſt das hoͤher liegende Getraide die Maſchine daran hindert, das niedriger liegende zu treffen, und letzteres alſo ungedroſchen durch die Maſchine gehen wuͤrde.

Vom Reinhalten.

Die Maſchine muß rein gehalten werden, damit nirgendsetwas anzu treffen ſey, was dem Gang oder der Wirkung derſelben ſchaden koͤnne. Jedes Mal, wenn die Maſchine ſtill ſteht, alſo 3 bis 4 Mal taͤglich, muß unter den

Kornfegen, den Zapfen der oberen Walze, den Sieben der Reinigungsmaſchine

u. ſ. w. gehoͤrig gekehrt werden; vorzuͤglich aber, wenn man mit einer andern Getraideart wechſelt, weil ſonſt leicht eine nachtheilige Vermiſchung der Kornar⸗ ten eintreffen koͤnnte.

Vom Schmieren.

Der unterſte Zapfen wird einmal monatlich mit Baumoͤl geſchmiert; die Zapfen des Cylinders ſo wie die Zapfen an der liegenden Achſe werden taͤg lich einmal, und die Fegen an der naͤmlichen Achſe woͤchentlich dreimal, eben falls mit Baumoͤl geſchmiert.

Die Gabeln des Stegs, welcher auf dem Zapfen der oberſten Walze ſteht, werden taͤglich einmal, der oberſte Zapfen woͤchentlich einmal und der Kamm des Stirnrades jede Woche dreimal mit Fett geſchmiert.

Der Kamm des Kammrades wird voͤchentlich dreimal mit einer Miſchung von Fett, Talg und Reißblei geſchmiert.

Tab. III. Eine Windmuͤhle zur Treibung einer Dreſch-Rei nigungs- und Haͤckerlings⸗Maſchine, und zum Mehlmahlen.

Da ich im Vorſtehenden verſprochen habe, die Zeichnung und Beſchreibung einer Windmuͤhle zu liefern, welche zur Treibung einer Dreſchmaſchine geſchickt,