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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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um die Leinwand dazu zu erzeugen? und wie lange wuͤrde man Zeit brauchen, ehe man 1000 Ctr. Futter hinweg ſchaffte? Der Landwirth dankt Gott, wenn er ſein Futter trocken hat, ſoll er denn zum Hinwegbringen deſſelben mehr Zeit verbrauchen, als zum Trocknen ſelbſt? Wenn man das Futter in Tuͤchern hin⸗ wegtragen ſollte, moͤchte wohl dem Landwirth die Luſt zum Rie⸗ ſeln vergehen. Eine gute Waͤſſerungswieſe muß in der Ernte ſo trocken ſein, daß keine Spur der Naͤder hinterbleibt. Iſt es moͤglich, und man kann beſondere Raͤder mit breiten Felgen zum Abfahren des Futters haben, ſo iſt es gut; iſt es nicht moͤglich, ſo ſchadet es auch nichts. Es iſt eine kleine Muͤhe, daß, wenn das Futter hinweg geſchafft iſt, der Wieſenaufſeher etwanige Spuren wieder ebnet, doch kann ich verſichern, daß auf den Wieſen, wo ich habe das Futter hinweg ſchaffen laſſen, nie Storungen in der nachherigen Bewaͤſſerung dadurch entſtanden ſind.

Fuͤrchte ſich deshalb Niemand vor dem Hinwegbringen des Futters; man baue nur und verfahre in jeder Hinſicht nach den Regeln meines Buches und kein Futter wird in Tuͤchern hinweg geſchafft werden muͤſſen.

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