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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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muß dies nach dem uͤblichen Tagelohn veraccordirt werden, z. B. bei 4 gGr. Tagelohn zahlt man 3 von 3 ¾ Pf.

Iſt der Abtrag ausgefuͤhrt, ſo mißt man den Umfang des abgetragenen Terrains nach Ruthen, er ſei z. B. 320 Ruthn., es ſtehen 5 Erdkegel, daran iſt

Nr. 1= 16, Nr. 2= 20, Nr. 3= 8, Nr. 4= 5,

Nr. 5= 10 hoch,

man addirt die Hoͤhen 16+ 20+ 8+ 5+ 10= 59: 5 als Anzahl der Kegel= 11 ¾° mittlere Hoͤhe des Abtrags wuͤrde die Ruthe nach dem angegebenen Lohn pro 1 Zoll Tiefe 3 ½¼ Pf., 11 ½ 3 ½= 3 Gr. 3 ½ Pf., koſten und der ganze Abtrag 230 3 Gr. 3 ¼ Pf.= 31 Thlr. 9 Gr. 10 ½ Pf. Aufwand betragen.

Auf dieſe angegebene Art laſſen ſich dergleichen Abtragun gen am leichteſten uͤberſehen und am ſicherſten beurtheilen.

Ausgleichung des Bodens nach der Schnur. §. 129.

Dieſe Arbeit iſt eine der wichtigſten beim Wieſenbau, beſon ders bei der Ausfuͤhrung des Kunſtbaues, es haͤngt von derſel⸗ ben der Ertrag der Wieſe in Hinſicht der Quantitaͤt und Qua⸗ litaͤt des zu erzeugenden Futters ab. Wird ſchlecht planirt, ſo ent ſteht, Stagnation des Waſſers, das Gift der Vegetation, und leicht am Ende Sumpf oder unfruchtbare Haideſtellen, die ſich lange Jahre auszeichnen; deshalb verfahre man bei dieſer Ar beit mit der groͤßten Accurateſſe, und wohl moͤchte ich bezweifeln, daß es vortheilhaft ſei, dieſelbe an die Arbeiter zu veraccordiren, beſſer iſt es immer, ſie geſchieht im Tagelohn von beſonders dazu auserwaͤhlten Leuten, oder ſie wird bei großen Bauten von mehreren zugleich unter der Aufſicht eines geſchickten Pla⸗