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Mann taͤglich ½ ◻ Rthn. veranſchlagen, deshalb wuͤrde bei obigem Tagelohn der Magdeburger Morgen 60 Thlr. koſten.
Iſt das Terrain guͤnſtiger, d. h. kommen nur einzelne bedeutende Auf- und Abtragungen vor, giebt es nur mitunter Holzrodungen, iſt im Ganzen die Flaͤche ziemlich eben, ſo muß der Arbeiter pro Tag 1 ⸗Rthe. fertig liefern, der Magdeb. Morgen deshalb 45 Thlr. zu ſtehen kommen.
Hat man eine Flaͤche, welche nur wenig Unebenheiten hat, ſo daß die Arbeiten meiſt mit der Spatenſchippe ohne bedeutende Trans⸗ porte ausgefuͤhrt werden koͤnnen, ſo liefert der Mann pro Tag 1 ½ Ruthe mit Inbegriff aller ſonſtigen Arbeiten, und der Magd. Morgen kommt bei gedachtem Tagelohn auf 30 Thlr. Meliora⸗ tionsaufwand. Dies moͤchte nun bei obigem Tagelohn als das Minimum anzuſetzen ſein, welches unter den guͤnſtigſten Umſtaͤnden je ein Morgen Kunſt— wieſe koſten wuͤrde.
Es muß jedoch noch bemerkt werden, daß es vortheilhafter iſt, auf eine Flaͤche, welche Unland war, und deren Ertrag unter Null ſtand, lieber als Meliorationscapital 70 Thlr. zu ver⸗ wenden, als auf eine fruͤher ſchon ergiebige Wieſe 30 Thlr. Feſt bleibt der Grundſatz:„daß je ſchlechter der fruͤhere Ertrag
der Flaͤche, deſto wohlfeiler die Melioration, je
hoͤher der fruͤhere Ertrag, deſto theuerer dieſelbe.“
Hat man eine alte Hutung oder trockene Heideberge, welche in keiner Hinſicht dem Beſitzer einen Ertrag brachten, und es geſtatten die Verhaͤltniſſe, hier eine Kunſtbewaͤſſerung anzulegen, ſo i*ſt doch ſicher darauf zu rechnen, daß man im dritten Jahre 40 Ctr. des ſchoͤnſten Heues pro Morgen ernten wird. Welche Zinſen wird man unter ſolchen Umſtaͤnden erhalten! und wie ſchnell wird der darauf verwendete Fonds wieder gewonnen ſein? Dahingegen eine Wieſe, welche fruͤher 30 Ctr. ohne Kunſt⸗
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