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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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zwiſchen Kopf und Rinne eine ſogenannte Schleußenkam⸗ mer(Fig. B.), welche vorne mit Bretern bis zu der Hoͤhe der Grabenſohle zugeſchlagen iſt und auf dieſen alsdann der Schutz zu ſtehen kommt, wo dann bei Oeffnung deſſelben das Waſſer herunter in die Kammer ſtuͤrzt und in die Rinne uͤbergeht. In allen ſolchen Faͤllen muß der Sturz des Waſſers in der Schleuße niemals hinter derſelben ſtattfin⸗ den, indem ſonſt zu große Auswaſchungen vorkommen wuͤrden. Sollte jedoch, was in einzelnen Faͤllen ſtattfinden kann, der Sturz des Waſſers hinter der Schleuße nicht zu vermeiden ſein, ſo bringt man hinter derſelben einen Schutz oder halb offene Rinne an, auf welcher das Waſſer den Sturz ausuͤbt und dann einige Fuß fortrollt, damit es erſt die Druckkraft verliert, ehe es in den Graben eingeht.

Legt man eine Schleuße ein, ſo graͤbt man den Damm durch, und zwar macht man die Ausgrabung groͤßer, als die Breite der Schleuße betraͤgt, ebnet die Sohle der ausgegrabenen Stelle und belegt dieſelbe vorn und hinten mit Raſen, ſo, daß die Narbe oben iſt; zwiſchen denſelben fuͤllt man den Raum mit Erde aus und legt die Schleuße darauf, doch ſo, daß ihre Ein⸗ muͤndung ungefaͤhr 2“ hoͤher, als die Grabenſohle des Haupt⸗ zuleitungsgrabens, ihre Ausmuͤndung mit der Grabenſohle des Vertheilungsgrabens wagerecht liegt; man ſetzt nun ſowohl vorne als hinten an beiden Seiten Raſen feſt an und rammelt den Zwiſchenraum mit Erde aus. Die eingelegten Raſen ſchneidet man mit dem Spaten nach der Form des Grabenufers ſchraͤg ab. Stromaufwaͤrts bricht man dieſelben ſtumpfwinkelig nach der Muͤndung der Schleuße zu ab, damit das im Zuleitungs⸗ graben ſtroͤmende Waſſer ſich nach der Oeffnung der Schleuße zudraͤngt.