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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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Ganz kleine Schleußen, welche das Waſſer aus dem Hauptzuleitungsgraben entnehmen und unmittelbar auf die Wieſe fuͤhren. §. 122.

Dieſe Art Schleußen kommen beim Wieſenbau am haͤufig— ſten vor, ihre Anfertigung iſt einfach und kann von jedem Zim⸗ mermanne ausgefuͤhrt werden. Die Groͤße derſelben bedingt ganz die Flaͤche, welche ſie mit Waſſer zu verſorgen haben, da jedoch aller 5 Ruthen eine derſelben angebracht ſein muß, ſo iſt eine Hoͤhe und Breite von 4 bis 6“ jedenfalls hinreichend, ihren Zweck zu erfuͤllen; diejenigen, welche das Waſſer in einen Ver⸗ ticalgraben ausmuͤnden, muͤſſen bisweilen 2“ groͤßer ſein.

Man verfertigt dieſelben aus fichtenen oder kiefernen Pfo⸗ ſten, ſie beſtehen aus dem Schleußenkopf und der Rinne, die Hoͤhe des erſteren bedingt die Hoͤhe des Grabenufers und die Laͤnge der letztern der Damm, welcher den Hauptzuleitungs⸗ graben vom Vertheilungsgraben trennt. Die Decke des Kopfes, welche mit dem Ufer abſchneidet, wird in ſchraͤger Richtung nach der Rinne zu aufgeſchlagen, damit alles Schnee⸗ und Regen⸗ waſſer von derſelben ablaͤuft. Den Griff des Schutzes laͤßt man gern durch die Kopfdecke durchgehen, damit man entweder durch einen kleinen hoͤlzernen Nagel oder Keil den aufgezogenen Schutz oben erhaͤlt.

Da, wo die Schleuße die Stelle des Einlaßgrabens ver⸗ tritt und nach§. 104 Gefaͤlle erhalten muß, legt man dieſelbe etwas ſchraͤg, damit dadurch das erforderliche Gefaͤlle bezweckt wird. Liegt die Sohle des Hauptzuleitungsgrabens bedeutend hoͤher, als die zu bewaͤſſernde Flaͤche, und kann man dieſes Ge⸗ faͤlle durch die Schraͤglegung der Schleuße nicht hervorbringen, ſo formirt man den Kopf derſelben um ſo viel hoͤher, und macht