Druckschrift 
Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
Einzelbild herunterladen

180

oben mit einem Querbaum durch Zapfen und es erhalten die— ſelben an der innern Seite einen Falz, in welchem die Schuͤtze auf und abgehen, oder was beſſer iſt, 2 Latten auf jeder Seite, welche die Schuͤtze halten, damit man, wenn irgend einer der⸗ ſelben defect wird, denſelben vermittelſt Hinwegnehmung der Latten ganz herausnehmen kann, ohne den Querbaum abzu⸗ heben. b

An der Grundſchwelle werden, ſowohl ſtromauf- als auch ſtromabwaͤrts, nach der Breite des Baches drei oder mehrere Querſchwellen durch Zapfen befeſtigt, von denen die beiden aͤußerſten an dem Ufer gelegenen wo moͤglich auch auf die Spundwand zu ruhen kommen. Von den Schwellen, die ſtrom⸗ abwaͤrts liegen, erhalten die Saͤulen jede eine Strebe, welche durch Zapfen an beide befeſtigt werden, ſie muͤſſen ſtark und. von gutem Holze angefertigt ſein, denn ſie halten die ganze Schleuße und muͤſſen fuͤr den Waſſerdruck Gegendruck leiſten. Stromaufwaͤrts giebt man blos den beiden Endſaͤulen ſolche Streben.

Nun bedeckt man die Vorder⸗ und Hinterſchwellen mit Pfo⸗ ſten oder Bretern, welche geſpundet und mit hoͤlzernen Naͤgeln an die Schwellen befeſtigt werden. Die Schuͤtze, welche die erforderliche Stauhoͤhe erhalten, werden aus Pfoſten oder Bre⸗

tern angefertigt und mit eingeſchobenen Baͤndern verſehen, mit

Huͤlfe zweier Ketten und einer Walze, welche zwiſchen jeden 2 Saͤulen angebracht ſind, in die Hoͤhe gewunden. Die Sei— tenufer bekleidet man wie beim Wehrbau mit Pfoſten oder Boh⸗ len, die Saͤulen, welche dieſelben halten, werden wie dort in die Endſchwellen durch Zapfen befeſtigt.

Man verbindet die Bekleidung mit der Verdielung durch einen Spund, und zwar ſo, daß die Endſchwelle den Falz und die erſte Pfoſte oder Bohle den Spund erhaͤlt.