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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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Die Schleußen kommen in dreierlei Geſtalten beim Wie⸗

ſenbau vor, und zwar:

1) Große Schleußen, welche in Baͤche eingelegt werden.

2) Kleinere Schleußen, womit die Ableitungs⸗ oder Zu⸗ leitungsgraͤben von dem Bache u. ſ. w. getrennt und verſchloſſen werden.

3) Ganz kleine Schleußen, welche das Waſſer aus dem Hauptzuleitungsgraben annehmen und durch die Einlaß⸗ oder Verticalgraͤben auf die Wieſe zur unmittelbaren Bewaͤſſerung fuͤhren.

Da in einzelnen vorkommenden Faͤllen die Nothwendigkeit

vorhanden ſein koͤnnte, genau zu beſtimmen, wie viel dieſe oder V jene Schleuße pro Secunde Waſſer lieferte, oder eine nach einem V V

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beſtimmten Waſſerquantum anfertigen zu laſſen, ſo erlaube man mir nur kuͤrzlich folgendes daruͤber zu erwaͤhnen.

Den Ausfluß einer Schleuße findet man, wenn man aus V der Hoͤhe ihres Ausfluſſes unter dem Waſſerſpiegel die Quadrat⸗ b

wurzel ſucht und dieſe mit 5, 4 multiplicirt, woraus ſich die b 4 Velocitaͤt pro Secunde ergiebt; dieſe mit der Flaͤche(Area) ihrer 6 Oeffnung wieder multiplicirt, giebt den Waſſer⸗Ausfluß: z. B. i eine Schleuße habe 4 Fuß unter der Oberflaͤche des Waſſers 6

ihren Ausfluß, ihre Hoͤhe betraͤgt 4 Fuß und ihre Breite 2 Fuß. „

2Va= 2 2 5, 4 10, 8(4*˖ 2)= 86, 4, b 10, 8 iſt die Velocitaͤt pro Secunde und 86, 4 Cubikfuß Waſ⸗ ſer Ausfluß pro Secunde. Oder es ſoll eine Schleuße ange⸗

fertigt werden, welche eine gewiſſe Quantitaͤt Waſſer pro Se⸗ 1 g cunde liefert. Dies zu finden, muß die Hoͤhe des Ausfluſſes ſ derſelben bekannt ſein, man zieht ebenfalls die Quadratwurzel aus der Hoͤhe, multiplicirt mit dieſer 5, 4, dividirt mit der V 3

gefundenen Zahl in das beſtimmte Waſſerquantum, wodurch man g) 1 4 die Oeffnungsflaͤche der Schleuße erhaͤlt, z. B.: