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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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wird ſich gewiß in einer guten Waͤſſerungswieſe durch ſolche Graſer auszeichnen, und obgleich es wahr iſt, 5 durch gu⸗ tes Waſſer der Moorboden ſich endlich ſüß waͤſſe bleibt

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es doch fuͤr den Landwirth immer von verſehaſten eng

große Moorflaͤchen in Waͤſſerungswieſen umzuſchaffen.

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Die Manipulation des Moorbodens. §. 23

Iſt der Moorboden nicht mit feſtem Wurzelgeflechte durch⸗

wachſerwas haͤufig vorkommt, ſo iſt ſeine B Kentleten leicht.

Oftmals findet man jedoch ein ſo ſtarkes in einander gewachſenes

Wurzelgeflechte in dieſem Boden, daß ſeine Bearbeitung, wenn

noch feuchte Lage hinzukommt, unmoͤglich wird.

Wenn der Moor frei von erwaͤhnten Beimengungen ſich vorfindet, ſo iſt die Anlegung der Graͤben denen im Sandboden

gleich§. 18, ſie muͤſſen mindeſtens 3 fuͤßige Boͤſ⸗ ſchung erhalten; kann man mehr geben, iſt es noch beſſer, denn die von demſelben leicht angenommene Naͤſſe druͤckt von Innen nach Vhieen auf die Seitenwaͤnde der Graͤben und verurſacht ſchnelle Verſchl Iſt der Moor mit Wuͤrzeln durchwachſen, ſo beduͤrfen die Graͤ⸗ ben oftmals gar keiner Boͤſchung, dann halten die durchflochtenen Wurzeln die Seitenwaͤnde, der Moor ſpuͤlt ſich aus und ob gleich ſo ein Graben nicht ſchoͤn ausſteht, ſo widerſteht er doch Zeit dem Einſturz und der Unterwaſchung. Waſſer be⸗ darf der Moorboden unter allen am wenigſten, iſt aber deſto

empfindlicher in der Qualitaͤt deſſelben. Feidwaſſer, welches vor

der Benutzung uͤber Kies gerollt iſt, eis

verbeſſert am ſchnellſten die Grasnarbe.