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Piertes Kapitel. 13
Andere Naͤhrſtoffe der Haare erzeugen aber andere Grund⸗ ſtoffe in denſelben. Von den Grundſtofſen hangen aber die Kraͤfte und alles, was darauf Bezug hat, und von der Art der Zuſam— menfuͤgung der Grundſto ffe haͤngt zunaͤchſt die Beſchaffenheit der Oberflaͤche der Haare ab.
§. 19. Verſchiedenheit der Haare nach Verſchie⸗ denheit des Geſchlechts und der Groͤße. Jedes Geſchlecht in derſelben Thierart traͤgt unterſchiedliche Haare; das maͤnnliche traͤgt groͤßere, ſtaͤrkere, und das weibliche traͤgt kleinere, zartere Haar e.
Eben ſo tragen die groͤßeren Thiere von einerlei Geſchlecht ihre Haare unterſchiedlich auf dieſelbe Weiſe.
§. 20. Ueber Proportion des Haarwuchſes. Jede Klaſſe behaarter Thiere treibt ihre Haarlaͤnge ohne Ruͤckſicht auf die Groͤße des Koͤrpers, oder mit andern Worten: zwiſchen der verſchiedenen Koͤrpergroͤße mehrerer Thierklaſſen und ihrer Haar⸗ laͤnge giebt es keine Porportion.
Bei allen Koͤrpern aber, welche zu einerlei Art gehoͤren, ſcheint auch das Haar einen der Theile auszumachen, welche unter einander in einem gewiſſen Groͤßen-Verhaͤltniß ſtehen.
Der groͤßere Koͤrper derſelben Art hat das groͤbere Hautge— flecht, die groͤbere Hautfaſer und auch das groͤßere Haar.
§. 21. Verſchiedenheit der Haare auf verſchiedenen Koͤrperſtellen. Mit dem Geflechtſyſtem des ganzen Koͤrpers muß das der Haut in der genaueſten Beziehung ſtehen, ſo wie das Haar wieder mit der Haut, was auch die Erfahrung beweiſet.
Bei Unterſuchungen erſcheinen ſie einander ſo verwandt, daß man zu ſchließen verſucht werden koͤnnte, der eine Theil koͤnnte noͤthigenfalls die Stelle des andern vertreten.
Je dicker eilte Haut iſt, deſto groͤber das Geflecht; je duͤnner, deſto feiner. Je feiner aber das Hautgeflecht iſt, deſto feiner auch die Haare.
Ferner: je feiner das Hautgeflecht iſt, deſto dichter der Haarſtand. Der dichtere Haarſtand ruͤhrt nicht allein daher, daß von feineren Haaren mehrere auf denſelben Flaͤchenraum gehen koͤnnen, ſondern hauptſaͤchtlich daher, daß bei feinerem Hautge—


