130 XXIX. Ausſichten auf
und zwar zum gemeinſchaftlichen Beſten der Produzen⸗ ten und Conſumenten in Hinſicht auf die Zukunft. Denn nur noch einige Jahre ſolche enormen Preiſe: und der groͤßere Theil der mittlen Fabriken, des eigentlichen Kerns, welcher fuͤr die Beduͤrfniſſe des Staats und des Publi— kums ſorgt, und die Wollproduction im Staate haupt⸗ ſaͤchlich naͤhrt, indem gegen* derſelben auf vaterlaͤndi— ſchem Boden verarbeitet werden, wuͤrde geſprengt ſein, und es wuͤrde zuletzt an Kaͤufern fehlen. Daß eine be— deutende Erniedrigung fuͤr die mittlen Wollgattungen zu erwarten ſteht, liegt in folgenden Umſtaͤnden, wenn keine neuen hinzutreten. Fuͤr's erſte werden von den Maͤrkten entfernt bleiben die Verkaͤufer, welche nicht zur Klaſſe der eigentlichen Zwiſchenhaͤndler gehoͤren, welche letzten den Artikel aus der einen fernen Gegend der andern uͤberliefern und unter denen die Sortiments-Haͤndler die Hauptklaſſe ausmachen. Alsdann werden leider außer einigen Zwiſchenhaͤndlern auch mehrere Fabrikanten fehlen, die, wenn auch ein jeder fuͤr ſich noch ſo beſchraͤnkt, im— mer das Gewicht auf der großen Schale vermehren helfen; ferner werden viele Großhaͤndler von denen, welche bei Ver⸗ moͤgen bleiben, dennoch vorlaͤufig nur einen geringeren Fond auf das Geſchaͤft verwenden wollen. Auf der an⸗ deren Seite endlich wird mancher Produzent ſich nicht lange auf's Speculiren legen koͤnnen, indem die gegenwaͤr⸗ tigen Umſtaͤnde der Landwirthſchaft dieſes nicht wahr⸗ ſcheinlich machen.
Dieſen Vorausſetzungen ungeachtet iſt es hoͤchſt wahr⸗ ſcheinlich, daß ſich das naͤchſtkuͤnftige Verhaͤltniß des Be⸗ gehrs zu den zu erwartenden Vorraͤthen, auch wenn dieſe, was zu hoffen waͤre, den diesjaͤhrigen gleichbleiben ſollten, dennoch guͤnſtig ſtellen wird. Die Hoffnung einer ſich gleich⸗ bleibenden Schur muͤſſen wir indeſſen aufgeben. Angenom⸗


