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71 XIII. Ueber d. aͤußeren Einrichtungen einer Schaͤferei.
Zur Erhaltung des Futters wird ein von allen Seiten gegen Feuchtigkeit und Duͤnſte wohl verwahrtes Lager erfordert. Bei einer Stalldecke, welche den Dunſt durchlaͤßt, iſt eine Heerde mit den Laͤmmern jaͤhrlich den Folgen multrigen Futters ausgeſetzt.
Das Futter wird am meiſten geſichert, wenn es
mit Stroh bedeckt und durchſchichtet, und mit Dach und
Wand in keiner Beruͤhrung gelaſſen wird. Zu dem Ende werden gleich mit dem Anbruch eines Heu-Haufens, oder noch vorher ringsum freie Gaͤnge gemacht.
Stallfuͤtterung fuͤr beſtaͤndig iſt nicht wirthſchaftlich, wo es kurze Weide giebt, welche weder zur Gewinnung des Futters, noch fuͤr anderes Vieh benutzt werden kann.
Außerdem iſt Gruͤnfutter auf Haufen gefaͤhrlicher als in ſeinem freien Stande, wo es Luft und Winden beſtaͤndig ausgeſetzt iſt. Auch machen die Unkoſten der Herbeiſchaffung und des Einfuͤtterns einen Unterſchied gegen die Koſten des Huͤtens. Schlaͤgt endlich die Kleeſaat fehl, ſo muß doch ausgetrieben werden.
Das Horden entſteht aus Mangel an Streue, und duͤngt ohne weitere Belaͤſtigung. Allein dieſe Duͤngung iſt nicht nachhaltig, und am vortheilhafteſten nur auf kaltem Boden. Der Nachtheil des Hordens kann aber fuͤr die Heerde je nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde ſehr groß werden, wenn Bodenkaͤlte und Naͤſſe mit feuchten und kalten Naͤchten zuſammenwirken. Die Aeußerung der Folgen zeigt ſich am erſten am Muttervieh und an den Laͤmmern. Dieſe bekommen den Durchfall, magern ab, und viele koͤnnen es nicht uͤberſtehen. Was als— dann am Leben bleibt, hat ſich freilich bewaͤhrt. Es koͤmmt alſo auf jede beſondere Oertlichkeit an, ob das Horden in allen wirthſchaftlichen Beziehungen vortheil⸗ haſter, oder nachtheiliger ſei.


