einer Schaͤferei. 71
Das Heuloch benimmt im Innern des Stalls Ueberſicht und Raum, und Wandſtreben desgleichen. Dieſe letzten ſind auch bei ſelbſtſtaͤndigen Gebaͤuden von 100 bis 150 Fuß Laͤnge uͤberfluͤſſig.
Zur Ableitung des Stall-Dunſtes helfen keine Schornſteine. Der Zug deſſelben bricht ſich am rechten Winkel, und greift daher das Holzwerk um die Oeff⸗ nung herum noch eher an. Man zieht es daher vor, in jedem dritten Sparrenfelde dicht unter der Decke auf jeder Seite uͤber den Dachſchwellen zwei einander gegen— uͤberſtehende Oeffnungen zu laſſen, durch welche die Luft beſtaͤndig freien Abzug behaͤlt, und auch die feinſten Duͤnſte mit ſich abfuͤhren kann, durch welche eben die Gebaͤude am meiſten leiden. Dieſe Oeffnungen werden mit Klappen verſehen, welche ſich wagerecht bewegen muͤſſen. Fenſter⸗Oeffnungen allein fuͤhren nicht zu die— ſem Zweck, indem ſich die feinen Duͤnſte auch nur bei einem Zoll tiefen Saum an den Waͤnden nicht von der Stelle bewegen.
Die Waͤnde unter den Fenſtern werden etwas geflaͤcht.
Unter den Raufen⸗Formen verdienen die runden den Vorzug, doch nur unter der Bedingung, daß der untere Durchmeſſer mit der Krippe wenigſtens 4 Fuß enthaͤlt, und der Stall-Raum vollſtaͤndig benutzt werden kann Das Weitere daruͤber habe ich bereits in meiner Schrift uͤber Merinos-Schaaf-Zucht geſagt.
Der Schutzbretter zur Verhuͤtung des Einfallens des Futters in die Wolle kann man entbehren, wenn man die Raufen⸗Sproſſen 3 bis 3 ⅞ Fuß lang ma⸗ chen laͤßt.
Zu den Scheide⸗Waͤnden oder Vorzuͤgen nehme man


