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58 XII. Die nunmehrigen Grundſaͤtze u. Erfahrungen
trocknen, als gruͤnen Zuſtande, Kartoffeln, alle Arten Huͤlſenfruͤchte, alle Arten Korn, Schrotmehl. Kurz, alle dieſe Surrogate uͤben, wenn ſie uͤber ein gewiſſes Maaß hinausgegeben werden, einen mehr oder minder nachthei— ligen Einfluß auf die Wolle, indem ſie einen Schweiß⸗ ſatz zuruͤcklaſſen; der Klee, wenn er nicht zur Haͤlfte mit Wieſenheu verſetzt oder abwechſelnd gegeben wird; die Kartoffeln, wenn das Futter 1 Pfd. auf den Kopf uͤberſteigt; alle mehlige Nahrung in Koͤrnern, Huͤlſen— fruͤchten oder Schroot, wenn die taͤgliche Portion mehr als 4 Loth betraͤgt. Dies ſind die ohngefaͤhren Wende— punkte. Bei Lammſchaafen kann die Haͤlfte jeder Art fuͤr ſich mehr angewendet werden.
Abgedroſchenes Klee⸗, Buchweizen⸗ und Wickenſtroh, ſo wie Kaff, halten ohne Verbindung mit beſſeren Stroh— Arten Milch und Wolle zuruͤck, und werfen in die letzte Schindeln ab.
Die Einrichtung der Weide und Fuͤtterung iſt alſo mit das Wichtigſte. Daß die meiſten Klee⸗Arten im erſten Jahre nach dem Einſaͤen wegen ihres zu uͤppigen Wuch— ſes in der Regel zu keiner Weide-Nahrung dienen koͤn⸗ nen, iſt bekannt. Luzerne und Esparcette kommen in— deſſen unter den gemaͤßigten Klimaten nicht allenthalben mehr fort. Unter dem 54ſten Breitengrade iſt die Lu— zerne, welche ohnedem einen 3 Fuß tiefen Humus-Boden erfordert, ſchon etwas Seltnes, und die Esparcette koͤmmt da gar nicht mehr fort. Zur Weide im erſten Jahre nach dem Einſaͤen bedienet man ſich daher des weißen Klees, weil dieſer nicht ſo ſchnell in die Hoͤhe ſchießt. Da dieſem aber in der Officin vor andern Klee⸗Arten eine blaͤhende Eigenſchaft zugeſchrieben wird, ſo ſichert ſich ein angehender Landwirth ſeine Schaaf⸗ Heerde am beſten, wenn er die Feld⸗Eintheilung ſo ein⸗


