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hſen Kaͤl⸗ rab⸗
Techniſche Gewerbe.
Brauerei.
Die Brauereigebaͤude ſind nahe bei dem Wirthſchaftshofe in Sahlis gelegen. Die Malztennen, Darre, Siedegeraͤth, Kuͤhlſchiffe, Bottiche, Gaͤhrraͤume und Keller ſind in gu— tem Zuſtand und ſo umfaſſend, daß der Betrieb noch mehr ausgedehnt werden koͤnnte, als es gegenwaͤrtig der Fall iſt, wo jaͤhrlich ungefaͤhr 5000— 6000 Eimer Bier, theils obergaͤhriges, theils untergaͤhriges oder Lagerbier geliefert und davon etwa 1500— 2000 Eimer nach Leipzig, 3000— 4000 Eimer in die Staͤdte Geithayn, Rochlitz, Wechſelburg, Penig, Burgſtaͤdt, Waldenburg, Hohenſtein, Koh⸗ ren und in die umliegenden Doͤrfer abgeſetzt werden.
Das Sahliſer Bier hat ſich einigen Ruf erworben, den man zu erhalten ſucht, indem nur das beſte Material zur Bier⸗ bereitung verwendet wird.
Angeſtellt iſt ein Braumeiſter, der naͤchſt Deputaten ſei⸗ nen Lohn nach der Menge des producirten Bieres empfaͤngt, die noͤthigen Gehuͤlfen auf eigene Koſten zu erhalten, Malz und Bier herzuſtellen, den Vertrieb zu beſorgen, fuͤr nicht ein— gehende Geldreſte zu haften hat und unter der Aufſicht der Wirthſchaftsverwaltung ſteht.-
Ziegel- und Kalkbrennerei.
Sie wird mehr zum eignen Bedarf, als um Verkaufs— producte zu liefern in Betrieb erhalten, da zum Bauen Ziegel und Kalk oft gebraucht, letzterer auch zur Feldduͤngung ſtark verwendet wird. Sie liefert im Durchſchnitt des Jahrs etwa 100,000— 120,000 Stuͤck Ziegel verſchiedener Art, ließe ſich aber leicht ſtaͤrker betreiben, wenn ein vortheilhafter Abſatz ſtattfaͤnde. Ziegel ſind jedoch in hieſiger Gegend eine nicht
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