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zenſyſtem odoratum, d. i. das wohlriechende, iſt. Wenn man die gruͤnen Blaͤtter zerrhe ſo theilt ſich jener angenehme Geruch ſogleich den Fingern mit, auf welche Weiſe man die Blaͤtter zu jeder Zeit, es mag bluͤhen oder nicht, ſehr leicht erkennen kann. Leute, die nicht tief in die Kenntniß der Pflanzen eingedrungen ſind, koͤnnen es, wenn es in der Bluͤthe iſt, auch dar⸗ an erkennen, daß es ſtets nur zwey Staubfaͤden oder Stamina in jeder Blume hat.
Unter allen hier vorgeſchlagenen Grasarten giebt dieſes die geringſte Nenge Saamen. In gewiſſen Ge⸗ genden und noch mehr bey trockner Witterung pflegen die Blaͤtter dieſes Graſes leicht den Brand zu bekom⸗
men, welches von einer Krankheit herruͤhrt, die es in eine orangegelbe Farbe verwandelt und die oft ſchon vie⸗ len Schaden unter dieſem Graſe angerichtet hat, wel⸗
ches ich angeſaͤet hatte.
II. Alopecurus pratenſis.
Wieſenfuchsſchwanz. Meadow Fox-Tail Grafſ.
(2te Tafel. Kerners Taf. 57. Schreber IJ. Taf. 19. I.)
Dieſes treibt die Bluͤthenkolbe groͤßtentheils und in manchen Gegenden ganz und gar ſo zeitig als das Anthoxanthum; daher hat es auch als ein zeitiges Gras ſeinen Werth, und iſt uͤbrigens um vieles ſchnel⸗ ler und uͤppiger in ſeinem Wachsthum als das vorderge⸗ hende. Wenn es abgemaͤhet iſt, ſo ſchießt es ſehr ſchnell wieder auf, und giebt daher eine ſehr anſehnliche


