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verſchiedene Alter der Thiere, ob ſie kuͤrzlich geſchoren ſind oder nicht u. ſ. w. Dieß ſind alles Umſtaͤnde, die die Beleibtheit der Schaafe und alſo die Beſchaffenheit ihrer Wolle im Ganzen bedingen. Im Einzelnen ſind es die⸗ jenigen: wenn ſich einzelne Individuen bey gleichem Fut⸗ ter entweder ganz beſonders fleiſchig bis zum Uebermaaß und wieder andere ungewoͤhnlich mager halten. Hiervon erhaͤlt man zweyerley Wolle, näͤmlich lange groͤbere und kurze feinere. Dergleichen Mißverhaͤltniſſe ſind jederzeit, in manchen Jahrgaͤngen aber in hinreichender Menge vor⸗ handen, um den daraus entſtehenden Unterſchied in der Wolle nach der Schur im Ganzen bemerkbar zu machen. Sie entſtehen daher, daß manches Thier beſſer frißt, mehr ſaͤuft, beſſere Verdauungswerkzeuge hat, wie ein anderes; auch hat wohl dieſes und jenes einen Krankheitszufall ge⸗ habt, oder iſt ſchwaͤchlich geboren u. ſ. w.
Der letztere Begriff des Ausdrucks: gleichmaͤßige Haltung, iſt daher meiner Meinung nach der richtigere.
Um im Ganzen eine ununterbrochene gleichmaͤßige Beleibtheit zu bewirken, iſt es daher viel zweckmaͤßiger, die Heerden recht fleißig zu beſuchen, um ſich durch An⸗ ſchauen derſelben von ihrem Beduͤrfniß zu uͤberzeugen, als nach gewiſſen Grundſaͤtzen, oder um ein gewiſſes Ziel in der Wollmenge zu erreichen, im Zimmer das Maaß und Gewicht des Futters— wenn auch reichlich— zu be⸗ ſtimmen. 1
Die Fuͤtterung willkuͤhrlich zu regeln, um den er⸗ waͤhnten Zweck zu erreichen, erfordert aber einen ſichern
praktiſchen Blick, ohne welchen ein bloßes Augenmaaß
leicht irre gefuͤhrt werden kann; denn ein Schaaf praͤſen⸗ tirt ſich nicht zu allen Zeiten des Tages gleich gut. Hat es ſich eben recht ſatt gefreſſen oder viel getrunken, ſo ſieht es beſſer aus, als vor der Mahlzeit. Indeſſen iſt
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